Sophia oder das Ende der Humanisten
Komödie von Moritz Rinke
Sophia ist hochintelligent, gutaussehend und eine blendende Köchin. Nur mit Türen hat sie Probleme. Es gelingt ihr einfach nicht, sie zu öffnen, denn das neueste Modell eines künstlichen Menschen ist noch nicht ganz perfekt. Wolfgang, Professor für Geschichte und gerade von seiner Ehefrau verlassen, hat Sophia zu seiner neuen Lebensgefährtin erkoren. Seine Tochter Helena ist entsetzt, sieht Sophia doch aus wie ihre Mutter in jung. Gemeinsam mit ihrem Freund Jonas ist die erfolgreiche Influencerin gekommen, um mit dem Vater dessen sechzigsten Geburtstag zu feiern, den der allerdings vergessen zu haben scheint. Zudem ist er gerade von seinem Lehrstuhl entbunden worden, seine Wohnung ist leergeräumt und Sophia bereitet an seiner Seite Essen wie wissenschaftliche Vorträge vor. Im Gegensatz zu Helena ist Jonas, nicht ganz erfolgreicher Informatiker mit Ambition zur Gastronomie, von Sophia fasziniert. Als er sich mit ihrem Menü beschäftigt, entwickelt sie ein überraschendes Eigenleben.
Moritz Rinke hat mit seinem neuen Stück eine philosophische Komödie geschrieben, die sich der Frage widmet, was Menschsein ausmacht und wie man es definiert. Kann ein künstliches Wesen humaner sein als Menschen aus Fleisch und Blut?