Herbstkonzert des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters
Landesjugendorchester zu Gast am Oldenburgischen Staatstheater
Gustav Mahler (1860-1911): Sinfonische Dichtung „Totenfeier“ (1888) / Rückert-Lieder (1901/02)
Antonín Dvořák (1841-1904): Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60 (1880)
Niedersächsisches Jugendsinfonieorchester
Dirigent: Stephan Zilias, Solistin: Katrin Wundsam (Mezzosopran)
In den Herbstferien trifft sich das Niedersächsische Jugendsinfonieorchester (NJO) zu seiner zweiten großen Arbeitsphase des Jahres. Die 75 Jugendlichen im Alter von 13 bis 21 Jahren kommen aus dem ganzen Bundesland, von Osnabrück bis zum Harz, von Friesland bis Göttingen, und studieren eine Woche lang unter der Leitung des Dirigenten Stephan Zilias ein anspruchsvolles sinfonisches Programm ein. Mit dem Abschlusskonzert am 18. Oktober gastiert das NJO am Staatstheater Oldenburg – und damit in der Heimat von fast einem Fünftel des Orchesters!
Auf dem Programm im Herbst 2026 stehen Werke von Gustav Mahler und Antonín Dvořák. Zwischen Spätromantik und Moderne steht Gustav Mahler, dessen Musik mit ihrer Emotionalität und Dramatik Jugendliche ganz besonders anspricht. In der Tondichtung „Totenfeier“ steht der Komponist „am Grabe eines geliebten Menschen“ und stellt existenzielle Fragen: „Was bedeutet der Tod – gibt es Fortdauer?“ Die bezaubernden „Rückert-Lieder“ zeigen eine ganz andere Seite Mahlers, sie singen von Liebe und Natur, Entrückung und Schönheit. Heiterer und leichter ist auch die zweite Konzerthälfte: Antonín Dvořáks 6. Sinfonie war bei der Uraufführung in Prag ein großer Erfolg und wurde als Ausdruck eines neuen tschechischen Nationalklangs gefeiert. Schwungvoll und tänzerisch, fließend und klangvoll findet Dvořák hier zu seinem markanten Personalstil.
Zu seinem Abschied aus Niedersachsen dirigiert der langjährige Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover erneut das NJO: Stephan Zilias gastiert als Operndirigent europaweit, etwa an der Vlaamse Opera in Antwerpen und Gent (wo er ab Herbst 2026 als Chefdirigent arbeitet), bei den Opernfestspielen in Savonlinna (Finnland), an der Deutschen Oper Berlin, der Oper Leipzig und dem Theater an der Wien. Auch die Solistin Katrin Wundsam ist auf großen Bühnen und Festivals ein gern gesehener Gast: Die österreichische Mezzosopranistin singt an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, der Semperoper Dresden, der Staatsoper Hamburg, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Wiener Musikverein, den Bregenzer Festspielen, den Salzburger Osterfestspielen und den Innsbrucker Festwochen.