Vanitas
Choreografie von Antoine Jully
Verwelkende Blumen und Blätter, überreifes Obst, Sanduhren, Totenschädel oder eine erloschene Kerze symbolisieren in der Bildenden Kunst das Vergehen der Zeit, die Vergänglichkeit: Vanitas.
Der italienische Komponist Salvatore Sciarrino hat das 1981 in Musik gefasst, klein besetzt für Mezzosopran, Cello und Klavier. Mit tastenden Klängen, immer wieder großer Stille, aber auch plötzlich laut hereinbrechenden und fast schrillen Tönen, komponierte er zu Texten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert über Natur, Übergang und Tod.
Antoine Jully fand dazu eine choreografische Sprache mit einer Mischung aus äußerster Zartheit sowie praller Kraft und Energie. Die BallettCompagnie nimmt diesen besonderen, bislang erst fünfmal aufgeführten Abend wieder auf.