Frankenstein
Nach dem Roman von Mary Shelley
In einer Fassung von Maja Delinić und Elisabeth Kerschbaumer
Viktor Frankenstein, ein junger und ehrgeiziger Wissenschaftler aus Genf, hat den Wunsch, hinter das Geheimnis des Lebens zu kommen und den Tod zu überwinden. Jahrelang arbeitet er daran, totem Organismus Leben einzuhauchen, bis er schließlich aus Leichenteilen eine menschenähnliche Kreatur bildet. Mithilfe von Elektrizität gelingt es ihm, sie tatsächlich zum Leben zu erwecken. Doch anstatt sein Werk zu feiern, erkennt er in diesem Moment, dass seine Tat weit schwerwiegendere Folgen haben wird, als er imstande sein wird zu kontrollieren. Das Geschöpf verschwindet und Viktor lebt mit seinem Geheimnis in großer Angst. Als er eines Nachts von einem Mord in seiner Heimatstadt erfährt, vermutet er zu wissen, wer der Mörder ist. Getrieben von Rachsucht sucht er das Wesen hoch oben in den Schweizer Bergen auf. Doch das Gespräch zwischen den beiden gestaltet sich anders als erwartet – denn das Geschöpf erzählt seine eigene Geschichte und eröffnet ungeahnte Perspektiven auf Fragen nach Verantwortung, Empathie und Menschlichkeit.
Die nur 20-jährige Mary Shelley hat mit ihrem Debütroman 1818 große Wellen geschlagen und prägte mit ihrem Werk Generationen von modernen Science-Fiction-Geschichten.