Eurydice – Die Liebenden, blind
Oper von Manfred Trojahn
Deutsche Erstaufführung
Handlung von Manfred Trojahn in drei Akten
Text von Manfred Trojahn unter Verwendung von drei Gedichten von Rainer Maria Rilke aus »Sonette an Orpheus«
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Manfred Trojahn erzählt den alten Mythos neu – nicht Orphée, sondern Eurydice steht hier im Mittelpunkt. Endlich bekommt auch sie so etwas wie eine Biografie. Als sich ihre Blicke im Zug kreuzen, verlieben sich Orphée und Eurydice auf den ersten Blick. Orphée ist ein suchender junger Künstler. Eurydice hingegen hat bereits vieles erlebt. Sie hat Liebe erfahren, Verluste erlitten und sehnt sich nun nach Pluto, dem Gott des Todes, in der Unterwelt. Während der unumkehrbaren Zugfahrt in den Tod wird Eurydice ständig von ihrer Vergangenheit geplagt und von ihren früheren Liebhabern heimgesucht. Die aufkeimende Liebe von Orphée und Eurydice wird dadurch immer wieder durch das Eingreifen eines anderen gestört. In Wirklichkeit ist es jedoch Pluto, der sie in verschiedenen Gestalten besucht. Der Zug nähert sich seinem Ziel, das sich in ein Boot verwandelt mit Pluto am Ruder. Er führt Eurydice in die Unterwelt hinab. Orphée beschließt, Eurydice zu folgen, trifft in dieser Welt zwischen Leben und Tod jedoch zuerst auf Proserpina. Sie versucht, ihn davon zu überzeugen, Eurydice nicht zurückzuholen, aber Orphée will seine Geliebte nicht gehen lassen. In der Unterwelt begegnet sich das Paar wieder. Orphée bietet ihr die Möglichkeit, mit ihm in die Welt der Lebenden zurückzukehren, doch wie entscheidet sich Eurydice?