Vanitas

Choreografische Uraufführung von Antoine Jully zu der Komposition
'Vanitas. Natura morta in un atto' von Salvatore Sciarrino

„Das berührt das Herz und ist zum Weinen schön!“ (Die Deutsche Bühne)
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„Eine [...] elegante, hochkarätige Choreografie [...].“ (tanznetz.de)

„Dieser Abend ist Kunst. Große Kunst [...] Antoine Jully [hat] es auch diesmal wieder geschafft, mir etwas überraschend Neues zu präsentieren - was trotzdem unverkennbar seine Handschrift trägt.“ (Radio Bremen 2) 

Salvatore Sciarrinos Komposition für Mezzosopran, Violoncello und Klavier ‚Vanitas. Natura morta in un atto‘ (‚Stillleben in einem Akt‘) aus dem Jahr 1981 ist ein kongenialer Nährboden für Antoine Jullys gleichnamige choreografische Uraufführung. Salvatore Sciarrino folgt mit seiner Komposition der lateinischen sowie italienischen Übersetzung („Leere“, „Vergänglichkeit“, „Eitelkeit“) und beschreibt: „Vanitas kreist, wie das Wort selbst zum Ausdruck bringt, um den Begriff der Leere und um seine Darstellung sowie um den Begriff der Zeit; das Stück ist demnach eine Reflexion über das Vergängliche, ein Zelebrieren der Abwesenheit.“ Antoine Jullys Konzept für die Choreografie beruht auf der Bewegung als konkrete physische Aktion selbst. Jedes Detail, jede Anspannung, jede Ausführung einer Bewegung wird untersucht und sichtbar gemacht. Was passiert während eines einzelnen Schrittes, was geschieht danach? Wenn Sciarrino, dessen Komposition sich mit der Wahrnehmung von Stille, von Tönen und von Umwelt auseinandersetzt, die Frage in den Raum wirft, wie hörbar ebendiese Stille ist, so ergänzt Antoine Jully: Was ist sichtbar, nachdem ein Akkord verklungen ist, und begibt sich mit dem Ensemble auf eine physische Entdeckungsreise. Eine choreografische Umsetzung von Sciarrinos ‚Vanitas‘ scheint so ganz im Sinne des Komponisten, der Musik als körperliches Gefühl definiert und davon ausgeht, dass sie uns wortwörtlich berühren kann.
 

Die BallettCompagnie Oldenburg ist mit ‚Vanitas‘ zu Gast im Staatstheater Mainz am 27.06.2020.

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Besetzung

Choreografie/Kostüme : Antoine Jully
Musik: Salvatore Sciarrino: ‚Vanitas. Natura morta in un atto‘; Léo Ferré, ‚Avec le temps’
Bühne: Georgios Kolios
Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg
Licht: Sofie Thyssen
Dramaturgie: Nastasja Fischer
Mezzosopran: Rebecca Jo Loeb
Violoncello: André Saad
Klavier: Piotr Fidelus

Termine

Premiere — 25.01.2020

Theaterwissen — 17.01.2020

Gesamtdauer ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause

Spielstätte

Großes Haus Anfahrt

QUERGEDACHT — Was Sie dazu auch interessieren könnte:
Sabine Ehrmann-Herfort (Hg.): ‚Salvatore Sciarrino. Vanitas. Kulturgeschichtliche Hintergründe, Kontexte, Traditionen‘ (Fachbuch, 2018)