Un Ballo in Maschera

Giuseppe Verdi (1813 — 1901)
Melodramma in drei Akten
Libretto von Antonio Somma nach dem Drama
‚Gustave III ou Le Bal masqué‘ von Eugène Scribe
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

„Musikalisch herrscht Hochspannung. Wie Hendrik Vestmann am Pult des Oldenburgischen Staatsorchesters die Akzente setzt, lässt keine Wünsche offen. […] Insgesamt eine sehens- und hörenswerte Produktion, die vom Publikum mit enthusiastischem Jubel aufgenommen wurde.“ (Weser Kurier)

„Musikalisch bewegt sich die Interpretation unter der Leitung von Hendrik Vestmann auf höchstem Niveau. Das Oldenburgisches Staatsorchester wartet mit unerhörter dramatischer Wucht auf, erreicht tolle bedrohliche Crescendi und kontrastiert mit zartesten Instrumentalfarben.“
(Kreiszeitung)

Ein Damoklesschwert schwebt über Riccardo, dem Gouverneur von Boston: Mitglieder seines Hofstaates haben sich gegen ihn verschworen und planen seine Ermordung, auch eine Wahrsagerin prophezeit ihm den baldigen Tod. Aber Riccardo schlägt alle Warnungen in den Wind. Im letzten Moment kann zwar sein Sekretär und bester Freund Renato das Attentat der Verschwörer verhindern, muss dabei jedoch erkennen, dass seine Frau Amelia scheinbar Riccardos Geliebte ist. Aus dem beschützenden Freund wird ein Todfeind: Während eines Maskenballs soll Riccardo endlich sterben und Renato wird zum Mörder …Giuseppe Verdis 1859 uraufgeführte Oper basiert auf einer wahren Begebenheit: 1792 verletzten Adelige den schwedischen König Gustav III. bei einem Attentat während eines Maskenballs tödlich. Dieses schockierende historische Ereignis machte Eugène Scribe 41 Jahre später zur Katastrophe seines Opernlibrettos. Giuseppe Verdi und sein Librettist Antonio Somma entwickelten daraus schließlich einen fesselnden Bühnenkrimi voller schillernder Gegensätze, in dem Tragik und Dramatik mit operettenhafter Eleganz und Leichtigkeit kontrastieren und gesellschaftliche Masken private Sehnsüchte verbergen. Die griechische Regisseurin Rodula Gaitanou, die für ihre bisherigen Arbeiten u. a. an der Opera Australia, der Wexford Festival Opera oder der Oper Göteborg in der Kategorie Regie für den International Opera Award 2019 nominiert ist, bringt Verdis packendes Operndrama auf die Bühne des Oldenburgischen Staatstheaters und gibt damit ihr Deutschland-Debüt.

Bilder

 

Besetzung

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann/ Vito Cristofaro
Inszenierung: Rodula Gaitanou
Bühne: Simon Corder
Kostüme: Gøje Rostrup
Einstudierung Chor: Thomas Bönisch
Licht: Simon Corder/ Steff Flächsenhaar
Dramaturgie: Christina Schmidl
Amelia: Lada Kyssy
Riccardo: Jason Kim
Richter: Volker Röhnert/Georgi Nikolov
Diener: Georgi Nikolov/Volker Röhnert
Opernchor- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester

Termine

Premiere — 07.12.2019

Gesamtdauer ca. 2 Stunden 45 Minuten, inkl. Pause nach 85 Minuten

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Spielstätte

Großes HausAnfahrt