Nils Braun

Der gebürtige Kölner wuchs in Baden-Baden auf. Mit sechs Jahren lernte er Cello, Geige und Klavier und spielte während seiner Schulzeit an einem Musikgymnasium regelmäßig als Cellist in Orchestern wie dem Jugendsinfonieorchester Rastatt und der Jugendakademie der Philharmonie Baden-Baden. An der Musikakademie Schloss Kapfenburg wurde er zum Musikmentor ausgebildet und im Jahr 2016 für den von ihm initiierten kostenlosen Geigen- und Cellounterricht für Grundschüler mit dem Jugendbildungspreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Bereits während der Schulzeit sammelte Nils Braun als Regiehospitant erste Erfahrungen am Theater Baden-Baden.  Nach dem Abitur führten ihn Regiehospitanzen u. a. an die Komische Oper Berlin, an die Dutch National Opera Amsterdam, das Teatro Real Madrid, die Semperoper Dresden und die Finnish National Opera Helsinki. Durch die Arbeit u. a. mit Kasper Holten, Andreas Homoki, Stefan Herheim, Barrie Kosky und Michael Schulz beschäftigte er sich mit vielen Aspekten des Regiehandwerks. Im März 2017 gewann Nils Braun den Sonderpreis des Internationalen Regiepreises Ring-Award 2017 in Kooperation mit den Theatern Chemnitz. Von 2017 bis 2019 war er fester Regieassistent der Oper Chemnitz, wo er Inszenierungen von ‚Don Pasquale‘ (2018) und ‚Weiße Rose‘ (2018) sowie des Musical-Solos ‚Zarah 47‘ erarbeitete. In Frankfurt im LAB entstand 2019 – in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Carl Tertio Druml – die Uraufführung ‚Wiener Menage‘.
Nils Braun ist Stipendiat der Akademie ‚Musiktheater heute‘ der Deutsche Bank Stiftung und seit Sommer 2019 als Regieassistent am Oldenburgischen Staatstheater engagiert. In der Spielzeit 20/21 stehen seine Inszenierung von Mozarts ‚Zaide‘ in der Fassung von Italo Calvino sowie eine Neuninszenierung des Musical-Solos ‚Zarah 47‘ mit Melanie Lang als Zarah Leander auf dem Spielplan des Staatstheaters. 

© Amelie Mohr