Christoph Girardet

Christoph Girardet zählt zu den profiliertesten Künstlern, die das Kino zu ihrem Gegenstand machen. Er verwendet sowohl zufällig gefundenes wie auch intensiv recherchiertes Fremdmaterial („found footage“) aus den sich beständig erweiternden Archiven der Filmgeschichte. Reduktionen, Auslassungen und Wiederholungen kennzeichnen seine Collagen, die neue Bedeutungsebenen entfalten und die bis an die Grenzen des Mediums vordringen.

Christoph Girardet, geboren 1966 in Langenhagen, absolvierte sein Studium 1988 bis 1994 in der Filmklasse der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seit 1989 kreiert er Videos, Videoinstallationen und Filme – zwischen 1994 und 2004 teilweise in Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Volker Schreiner, seit 1999 häufig in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Matthias Müller.

Girardet wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Villa Massimo Stipendium in Rom 2004, dem deutschen Kurzfilmpreis 2006 und dem Arte-Kurzfilmpreis 2012 und 2014. Seine Arbeiten wurden weltweit gezeigt, sowohl in Ausstellungen, u.a. im Van Abbemuseum Eindhoven, im PS1 Contemporary Art Center New York, im Hirshhorn Museum Washington und im Palais de Tokyo, Paris, als auch auf Filmfestivals, u.a. in Cannes, Venedig, Berlin, Toronto und London.

Er lebt in Hannover.

In der Spielzeit 2018/19 zeichnet Christoph Girardet für die Videos in der Produktion La Damnation de Faust' verantwortlich.