Elena Harsányi

Elena Harsányi wurde 1991 in Aachen geboren und erhielt bereits früh Gesangsunterricht bei Dr. Barbara Hebborn in Bonn. Sie wurde bei ‚Jugend musiziert‘ mit diversen Preisen ausgezeichnet und sammelte erste intensive Bühnenerfahrungen bei Opernprojekten der Stiftung Ludwig-van-B. Es folgten ein Bachelorstudium an der Hochschule für Musik Saar bei Prof. Ruth Ziesak in den Bereichen Musiktheater und Gesangspädagogik sowie ein Master Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Tanz München bei Prof. Christiane Iven. Schon früh konnte Elena Harsányi erste Erfolge im Bereich Oper und Lied verzeichnen.
Ihre Tätigkeit im Bereich Oper findet mit ihrem Festengagement im Opernstudio des Oldenburgischen Staatstheaters zur Spielzeit 2019/20 sowie mit ihrem Debüt als Pamina in Mozarts ‚Zauberflöte‘ bei den Schlossfestspielen Ettlingen 2019 einen neuen Höhepunkt. Schon während ihres Studiums war sie in mehreren Produktionen am Saarländischen Staatstheater zu hören, bevor sie für die Spielzeit 2016/17 Ensemblemitglied wurde. Hier war sie u. a. in Rollen wie Maria in Bernsteins ‚West Side Story‘, als Clarine in ‚Platée‘ von Jean-Philippe Rameau oder Papagena auf der Bühne zu erleben.
Ebenso prägend wie die Operntätigkeit ist ihre Zusammenarbeit mit dem Pianisten Toni Ming Geiger, mit dem sie bereits seit dem Jahr 2012 ein Lied-Duo bildet. Maßgeblich für die Zusammenarbeit der beiden Musiker ist der Wunsch, die Zeitlosigkeit und Relevanz der Gattung Lied durch starke thematische Arbeit und Bezüge sowie durch neue und experimentelle Konzertformate aufzuzeigen. Als Duo wurden sie mit diversen Preisen ausgezeichnet und durch verschiedene Stipendien und Förderpreise unterstützt (darunter der Bechstein-Sonderpreis des Deutschen Musik Wettbewerbs 2018 sowie das Förderprogramm Académie Orsay-Royaumont 2019/20).
Das Interesse für ausgefallenes Repertoire und neue Konzertformate schlägt sich auch in Elena Harsányis Arbeit im Konzertbereich nieder. Zu ihren größten Erfolgen an dieser Stelle zählen die Uraufführungen von Dieter Schnebels ‚Variation über das Heidenröslein‘ in einer Fassung für Kammerorchester mit der Jungen Deutschen Philharmonie unter David Niemann sowie der Fassung für Orchester mit dem hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Duncan Ward. Ihre Auftritte mit dem renommierten Blechbläserensemble Das Rennquintett zeugen ebenfalls von ihrer Freude am Außergewöhnlichen. Daneben sammelt sie auch regelmäßig Erfahrungen in klassischen Konzertformaten und war dabei u. a. mit dem Philharmonischen Chor Berlin unter Leitung von Jörg-Peter Weigle in der Berliner Philharmonie als Solistin in Bachs ‚Weihnachtsoratorium‘ oder zusammen mit der Kammerakademie Potsdam in der Elbphilharmonie zu hören.
Elena Harsányi war langjährige Stipendiatin des Cusanuswerks. Ihre Vielseitigkeit und ihr Bestreben, Musik lebendig erlebbar zu machen, wurden beim Wettbewerb des Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft „Ton und Erklärung“ 2018 mit einem zweiten Preis gewürdigt.

 

In der Spielzeit 19/20 ist Elena Harsányi zu erleben in:

Venus and Adonis / Dido and Aeneas (1. Schäferin / Belinda)
Orpheus und die Zauberharfe (Eris)
Orpheus in der Unterwelt (Diana)
La clemenza di Tito (Servilia)
Hänsel und Gretel (Sandmännchen / Taumännchen)