THEATERPÄDAGOGISCHE FACHTAGUNG:

Termin Fr 23.11.2018

THEATER UND GESCHICHTE

„Eine Funktion von Drama ist Totenbeschwörung — der Dialog mit den Toten darf nicht abreißen, bis sie herausgeben, was an Zukunft mit ihnen begraben worden ist.“ (Heiner Müller)

Dass das Theater eng mit der Geschichte verknüpft ist, liegt auf derHand. Schließlich wird auf der Bühne eine Geschichte erzählt — so jedenfalls sind wir es gewohnt seit der ‚Poetik‘ des Aristoteles. Aber die Geschichte, die die Handlung bestimmt, ist nicht gleichzusetzen mit der Geschichte, die das Theater übersteigt und umfasst. Vielmehr begreift sich das Theater als einzigartigen Ort der Aushandlung und Aneignung der Vergangenheit in der Gegenwart und verhandelt oftmals eine mögliche Zukunft. Letztlich geht es dabei um die Frage, wie wir einen Umgang mit (unserer) Vergangenheit pflegen können, der unser Handeln nicht vorbestimmt, sondern uns Handlungsmöglichkeiten gibt. Ausgehend von einem Impulsvortrag über die Bedeutung der deutschen Geschichte und z. T. auch der Geschichte der Migranten*innen im Bezug zur heutigen kulturellen Auseinandersetzung insbesondere innerhalb des Theaters, werden gemeinsam mit den Teilnehmenden die Verbindungen zum theaterpädagogischen Alltag hergestellt und die Chancen für die Entwicklung einer demokratiefreundlichen, antirassistischen und toleranten Gesellschaft innerhalb von theaterpädagogischen Prozessen diskutiert. Die Fachtagung richtet sich an Theaterpädagog*innen, Theater-AGLehrer*innen und Spielleiter*innen von Darstellendes-Spiel-Kursen.

Gefördert durch:

Informationen und Anmeldung:

Dario Köster
Theaterwall 28
26122 Oldenburg
Tel 0441.2225-344
dario.koester@staatstheater-ol.niedersachsen.de