Rusalka

Antonín Dvořák (1841 — 1904)
Lyrisches Märchen in drei Akten
Libretto von Jaroslav Kvapil
in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

„Das Oldenburgische Staatsorchester vollbringt unter Vito Cristofaro ein kleines Wunder. So farbenreich, so ausdrucksvoll und so klangschön wie hier musiziert wird, erlebt man es nicht alle Tage." (Weser Kurier)

Menschengestalt anzunehmen, ist Rusalkas sehnlichster Wunsch, denn die Nixe hat sich in einen Prinzen verliebt, der in der Nähe ihres Sees jagte. Um ihm folgen zu können, ist ihr kein Opfer zu groß: So verlässt sie nicht nur ihr angestammtes Geisterreich, sondern muss der Hexe Ježibaba auch noch ihre Stimme verkaufen, um den Schritt in die Menschenwelt tun zu können. Dort allerdings ist ihr kein Glück beschieden. War der Prinz zunächst fasziniert von der fremdartigen Magie der Nixe, so erliegt er schon bald der heißblütigen Erotik einer fremden Fürstin. Zutiefst verzweifelt will Rusalka ins Geisterreich zurückkehren, muss jedoch erkennen, dass sie auch dort längst eine Ausgestoßene ist. Unvereinbar stehen sich die Geister- und Menschenwelt in Dvořáks ‚Rusalka‘ gegenüber: Zwar entfaltet gerade der Widerspruch dieser beiden Welten einen ungeahnten Zauber, doch macht nicht zuletzt die erzwungene Sprachlosigkeit der Titelfigur jegliche Verständigung, geschweige denn ein Fußfassen der Figuren in der jeweils anderen Sphäre unmöglich. Umso beredter jedoch ist Dvořáks Musik: In ihrer leidenschaftlichen Romantik zeichnet sie ein lebendiges Abbild der aufgewühlten Psyche der Nixe und verleiht ihr damit paradoxerweise die Art von Menschlichkeit, nach der sie sich so sehr sehnt. Für Regie und Ausstattung der Oper zeichnet Hinrich Horstkotte verantwortlich, der am Oldenburgischen Staatstheater bereits Verdis ‚Rigoletto‘ äußerst bildmächtig auf die Bühne brachte.

 

 

Bilder

 

Besetzung

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro
Regie/ Bühne/ Kostüme: Hinrich Horstkotte
Einstudierung Chor: Thomas Bönisch
Licht: Regina Kirsch
Dramaturgie: Annabelle Köhler
Rusalka: Lada Kyssy
Wassermann: Ill-Hoon Choung
Fremde Fürstin: Ann-Beth Solvang
Hexe: Melanie Lang
1. Elfe: Martha Eason
2. Elfe: Martyna Cymerman
3. Elfe: Erica Back
Küchenjunge: Nian Wang
Heger: KS Paul Brady
Jäger (aus Off): Andreas Lütje
Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester

Termine

Premiere — 15.02.2020

08.03. 15.00 Uhr

Abendbesetzung

am 08.03. 15.00 Uhr

Prinz — Jason Kim

21.04. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 21.04. 19.30 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.
02.05. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 02.05. 19.30 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.
10.05. 18.00 Uhr

Abendbesetzung

am 10.05. 18.00 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.
24.05. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 24.05. 19.30 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.
13.06. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 13.06. 19.30 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.
21.06. 18.00 Uhr

Abendbesetzung

am 21.06. 18.00 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.
06.07. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 06.07. 19.30 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit:
16.07. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 16.07. 19.30 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.

Gesamtdauer ca. 3 Stunden, 45 Minuten inkl. 2 Pause nach 1 Stunde sowie nach 2 Stunden, 10 Minuten (von Stückbeginn an)

QUERGEDACHT — Was Sie dazu auch interessieren könnte:
Hans Christian Andersen: ‚Die kleine Meerjungfrau‘ (Kunstmärchen, 1837)
Ingeborg Bachmann: ‚Undine geht‘ (Erzählung, 1961)
Antonín Dvořák: ‚Der Wassermann‘op. 7 (Sinfonische Dichtung, 1896)

Spielstätte

Großes HausAnfahrt