Quantum Leap/Pierrot Lunaire/An den Ufern des Sees

Choreografische Uraufführungen von Lester René, Hae-Kyung Lee, Antoine Jully

„Als "Compagnie des Jahres" wurde das Oldenburger Ballett dieses Jahr in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift "Tanz" nominiert - und bestätigt mit dieser Aufführung nun ihren herausragenden Ruf. [...Seelenzaubereien [...]. Der dreiteilige Ballettabend löst berechtigte Begeisterung aus, zeigt er doch mit seiner Fantasie, Energie und Präzision einmal mehr, wieviel unterschiedliche Perspektiven der Tanz zur Deutung unserer Wirklichkeit beitragen kann.“ (Kreiszeitung) 

…um dies gleich vorweg zu sagen, es hätte ewig so weitergehen können…es passiert so viel zugleich, das ich mir diesen […] Abend mindestens noch einmal anschauen werde. Eine Fülle von neuem Vokabular. Bewegungenen und Figuren, wie ich sie noch nie gesehen hatte…“ (Marcus Behrens, radiobremen 2)


Ganz im Zeichen von neuen Kreationen steht die Spielzeit 19/20 für die BallettCompagnie Oldenburg. Das Ensemble präsentiert sich in sieben Uraufführungen mit ganz unterschiedlichen choreografischen Handschriften.
Die erste Premiere ist ein dreiteiliger Ballettabend, den eine Uraufführung des Ensemblemitglieds Lester René eröffnet. Wie ist es, wenn man sich plötzlich selbst nicht mehr wiedererkennt, seine Handlungen nicht mehr steuern kann und in eine psychische Extremsituation gerät? Damit beschäftigt sich der Choreograf in ‚Quantum Leap‘ (zu Deutsch: ‚Quantensprung‘). Die Musik ist erneut eine Auftragskomposition des Rostockers Johann Pätzold, mit dem er schon in der Spielzeit 17/18 erfolgreich zusammengearbeitet hat.
Auch in der zweiten Kreation des Abends erklingt ein Auftragswerk: Der südkoreanische Komponist Myung-Whun Choi schreibt für ‚Pierrot Lunaire‘ eine Partitur, in der traditionelle koreanische Instrumente zu hören sind. Hae-Kyung Lee untersucht choreografisch, wie sich die surreale Poesie aus Albert Girauds Gedichtzyklus in unserer modernen Gesellschaft widerspiegelt. Lee studierte traditionellen koreanischen Tanz und adaptiert dieses Wissen in ihre moderne Bewegungssprache.
Das ‚Konzert für Kontrabass und Orchester‘ des im Zweiten Weltkrieg nach Schweden emigrierten estnischen Komponisten Eduard Tubin von 1948 bildet das musikalische Fundament für Antoine Jullys Uraufführung ‚An den Ufern des Sees‘. Im Angesicht des Wassers mit seinen durch den Wind hervorgerufenen Wellenformationen erreichen wir einen Zustand des Nachdenkens – über unsere Position im Leben sowie über vergangene und aktuelle Beziehungen.

Video

Bilder

 
 

Besetzung

QUANTUM LEAP (UA):
Choreografie: Lester René
Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg
Licht: Sofie Thyssen
Video: Christian Pulkenat
Dramaturgie: Telse Hahmann
PIERROT LUNAIRE (UA):
Choreografie: Hae-Kyung Lee
Musik: ,Pierrot Lunaire': Myung-Whun Choi
Choreografische Assistenz: Jae-Bum Byun/ Bo Yeon Kim
Kostüme: Chun Hong Min
Licht: Ho Shin
Dramaturgie: Nastasja Fischer
AN DEN UFERN DES SEES (UA):
Choreografie/Bühne/Kostüme: Antoine Jully
Musik: Eduard Tubin: ‚Concerto for Double Bass and Orchestra‘
Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg
Dramaturgie: Telse Hahmann

Termine

Premiere — 12.10.2019

23.11. 19.30 Uhr
14.12. 19.30 Uhr
18.12. 19.30 Uhr
Zum letzten Mal:
07.01. 19.30 Uhr

Gesamtdauer ca. 2 Stunden 15 Minuten, inkl. zwei Pausen

Spielstätte

Großes Haus Anfahrt

QUERGEDACHT — Was Sie dazu auch interessieren könnte:
Paul Cézanne: ‚Die Badenden‘ (Ausstellungskatalog Schweizer Verlagshaus, 1998)
Albert Giraud: ‚Pierrot lunaire‘ (Gedichtband, 1884)