La Damnation de Faust

Hector Berlioz (1803 — 1869)

Légende dramatique in vier Teilen
Libretto vom Komponisten und Almire Gandonnière
nach ‚Faust. Der Tragödie erster Teil‘
von Johann Wolfgang von Goethe
in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Oldenburger Erstaufführung
Konzertante Aufführung mit Video

 

„Davor ist zweieinhalb Stunden lang ein prächtiges Gesangs-Ensemble zu erleben. Jason Kim [...] führt als Faust seinen geschmeidigen Tenor ins Feld [...]. Kihun Yoon gibt mit seinem diabolischen Bass den Méphistophélès als beinhartes Machtmonster. Ann-Beth Solvang als Marguerite vereinigt in ihrem Mezzo wunderschön Klang und Empfindung [...]. Faszinierend sind die feinen Schattierungen, die dem von Markus Popp einstudierten gewaltigen Chor gelingen und aus denen heraus er immer wieder aufwallende Wucht entwickelt." (Nordwest Zeitung)

Fausts sprichwörtliches Streben nach Erkenntnis wird nur am Rande gestreift, Gretchens Kindsmord nicht einmal erwähnt, und Mephisto erscheint hier weniger als raffinierter Verführer des Intellektuellen denn als Magier, der Faust durch das Heraufbeschwören fantastischer Erscheinungen und Träume zu manipulieren versteht. – Berlioz’ Welt ist die des Fantastischen und so verwandelt sich Goethes Drama um den um Erkenntnis ringenden Gelehrten bei ihm in ein romantisches Künstlerdrama farbenreichster Ausprägung. Wenngleich Berlioz Goethe generell als eine seiner wichtigsten Inspirationsquellen sah, strebte er doch keinen Augenblick danach, das Werk des Dichterfürsten eins zu eins musikalisch zu adaptieren. Für ihn bedeutete Gérard de Nervals Übersetzung des ‚Faust‘ lediglich willkommenes Material, aus dem er künstlerisch selbstbewusst und frei seinen eigenen Faust’schen Kosmos schuf. So entstand ein Werk, das sich in keinerlei Kategorien zwingen lässt, Elemente von Oper und Oratorium fulminant miteinander verschränkt und alle Register musikalischer Effekte zieht: Im Gesang der Erd- und Luftgeister erscheint Faust Marguerites Bild, der wilde Chor der Fürsten der Finsternis und Dämonen kommentiert Fausts Höllenfahrt und Verdammnis, die Fausts Ende bei Goethe konträr entgegensteht, und die Schar der Engel preist glockenhell Marguerites Erlösung. Trotz all seiner Theatralik schrieb Berlioz das Werk ausdrücklich für den Konzertsaal, möglicherweise um der Imagination der Hörerinnen und Hörer die Freiheit zu lassen,ihre jeweils eigene fantastische Welt heraufzubeschwören. In der Oldenburger Aufführung soll diese durch die hochatmosphärische abstrakte Bilderwelt des Videokünstlers Christoph Girardet noch weiter inspiriert werden.

Video

Bilder

 

Besetzung

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro
Licht: Steff Flächsenhaar
Einstudierung Chor: Markus Popp
Dramaturgie: Annabelle Köhler
Marguerite : Ann-Beth Solvang
Méphistophélès: Kihun Yoon
Brander: Ill-Hoon Choung
Oldenburgisches Staatsorchester
Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters

Termine

Premiere — 21.10.2018

21.12. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 21.12. 19.30 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.
27.01. 15.00 Uhr

Abendbesetzung

am 27.01. 15.00 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.
02.02. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 02.02. 19.30 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.
Zum letzten Mal:
08.02. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 08.02. 19.30 Uhr

...siehe BESETZUNG obenstehend.

Spielstätte

Großes HausAnfahrt