DARK MEADOW SUITE/SU UNA NOTA SOLA (UA)/A.U.R.A.

Choreografien von Martha Graham, Antoine Jully, Jacopo Godani

„Effektvoll dirigiert der Choreograf [Jacopo Godani] die Compagnie über die Bühne, löst sie in kleinere Gruppen auf und setzt sie neu zusammen, wie die Kristalle in einem Kaleidoskop.“ (FAZ)

„Das ist alles extrem begeisternd, was es dem Publikum schwer macht, auf den Stühlen zu bleiben.“ (tanznetz.de)

Die Spielzeiteröffnung der BallettCompagnie Oldenburg vereint mit einem mehrteiligen Ballettabend die Werke von drei Choreograf*innen, die sich in eigenen Interpretationen mit den physischen Ausdrucksmöglichkeiten des Körpers in seiner Extremität auseinandersetzen. So wie in den vergangenen Spielzeiten widmet sich die BallettCompagnie Oldenburg auch in dieser der modernen Tanzgeschichte und beschäftigt sich erstmalig mit der bahnbrechenden Arbeit der amerikanischen Choreografin Martha Graham (1894 – 1991), die eine Pionierin des Modern Dance war. Mit ihrer Neuinterpretation von Tanztechniken und Ausdrucksweisen entfernte sie sich dramatisch vom damals vorherrschenden Stil und ebnete den Weg für eine neue Idee von Tanz und Bewegung, die in den 1930er-Jahren ihren Gipfel erlebte. Wie keine andere inspirierte Martha Graham weltweit Generationen von Choreograf*innen und Tänzer*innen, wie Merce Cunningham, Twyla Tharp oder Rudolf Nurejew. Ihre Arbeit ‚Dark Meadow Suite‘ aus dem Jahr 1946 zur Musik von Carlos Chavez gilt als eine ihrer psychologischsten, abstraktesten, aber auch schönsten Ensemble-Choreografien. Sie zeichnet sich vor allem durch einen außergewöhnlich ergreifend und schwierig verschachtelten Tanzkanon aus „archaischen Liebenden“ aus, der die Heldin des Stückes bei der Suche nach dem eigenen Ich unterstützt.

‚Su una nota sola‘ – Auf einer einzigen Note – ist eine Uraufführung des Ballettdirektors und Chefchoreografen Antoine Jully. Zu der Komposition des Italieners Giacinto Scelsi zentriert sich die Choreografie, so wie sich die vier Sätze der Musik je auf eine Tonlage konzentrieren, auf den weiblichen Körper und dessen Ausdrucksformen. Ausgehend von der Urfrau Eva spürt der Choreograf die unterschiedlichsten Mythen, Körperkonzepte und -ideen auf und setzt sich kritisch mit diesen auseinander.

‚A.U.R.A.‘ – Anarchist Unit Related to Art – des international renommierten italienischen Choreografen Jacopo Godani, seit 2015 Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company, zeigt die Tänzer*innen bei einem Stammesritual aus einer unbekannten Welt, das eine unermüdliche Intensität und zugleich präzise Einheitlichkeit fordert. Zur experimentellen, elektroakustischen Komposition des Musikduos 48nord kreiert Jacopo Godani mit ‚A.U.R.A.‘ (Uraufführung 2009 am Staatstheater Mainz) eine eindringliche, durchbohrende und zugleich komisch anmutende Atmosphäre, die seine körperlich-raue, aber organische Bewegungssprache zum Ausdruck bringt.

 

 

Bilder

Besetzung

DARK MEADOW SUITE:
Choreografie und Kostüme: Martha Graham
Musik: Carlos Chavez, La Hija de Cólquide (Dark Meadow)
Einstudierung: Tadej Brdnik
Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg
Licht (Oldenburger Fassung): Sofie Thyssen
Duett: Caetana Silva Dias & Oliver Jones / Eleonora Fabrizi & Joel Paulin
Ensemble: Laura Cristea, Eleonora Fabrizi / Caetana Silva Dias, Maelenn Le Dorze, Nicol Omezzolli, Teele Ude; Oliver Jones / Joel Paulin, Herick Moreira / Lester René González Álvarez, Gianluca Sermattei
SU UNA NOTA SOLA (UA):
Choreografie, Bühne und Kostüm: Antoine Jully
Musik: Giacinto Scelsi ,Quattro pezzi su una nota sola'
Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg
Licht: Sofie Thyssen
Dramaturgie: Nastasja Fischer
Mit: Laura Cristea, Adi Hanan, Caetana Silva Dias, Teele Ude; Francesco Fasano, Oliver Jones/Lester René González Álvarez, Herick Moreira, Joel Paulin
A.U.R.A. (ANARCHIST UNIT RELATED TO ART):
Choreografie, Kostüme und Licht: Jacopo Godani
Musik: 48nord (Ulrich Müller, Siegfried Rössert)
Einstudierung: Nora Sitges-Sardà
Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg

Termine

Premiere — 27.10.2018

Zum letzten Mal:
20.12. 19.30 Uhr

Spielstätte

Großes HausAnfahrt