Linke Lieder zur rechten Zeit 

06.10.2018 | 18 Uhr | Großes Haus | 10,-/ Büffet 10,-

40 Jahre Oldenburger Chor Bundschuh (1978 – 2018):

Musik von Benjamin Britten, The Queen, Hanns Eisler, Lokomotive Kreuzberg, Béla Bartók, Maybebop, Cindy Lauper, Mikis Theodorakis und anderen, zu Themen wie Krieg und Frieden, Macht und Ohnmacht, Heimat und Flucht, Kapitalismus und Faschismus, bis zu achtstimmig und gelegentlich auch noch doppelchörig, meistens a cappella, manchmal aber auch mit Klavier oder kleiner Combo:

Das alles steckt in einem Best-of-Paket, das der Oldenburger Chor Bundschuh sich selbst und seinem Publikum zu seinem 40-jährigen Bestehen schenkt.

Seit 1978 verbinden links orientierte und kulturell interessierte Menschen in diesem Chor weltanschauliches Engagement und Chormusik. Der Name „Bundschuh“ und das entsprechende Zeichen erinnern an eine der ersten revolutionären Bewegungen Mitteleuropas; an die Bauern in den Aufständen im frühen 16. Jahrhundert, die sich unter dem Zeichen eines zusammengebundenen Lappens, des Bundschuhs, versammelt hatten.

Der Chor hat in 40 Jahren viele Programme in revueartigen Collagen auf die Bühne gebracht, immer mit Musik aus verschiedenen Epochen, oft auch mit aktuellen Kompositionen, mit kleinen Sketch-Einlagen, Zwischentexten, Projektionen und Bühnenbildern. Aufführungsorte waren Aulas in Schulen, der Universität, das große Haus des Oldenburgischen Staatstheaters, Kulturetage Oldenburg, Kirchenräume u. ä. Aber auch Straßenkonzerte, Konzerte mit anderen Chören anlässlich von Gedenktagen (Kriegsende, Ermordung von Juden, Euthanasieopfer, Ostermärsche, 1. Mai-Kundgebungen u. a.), Protest- oder Informationsveranstaltungen hat der Chor aufgeführt, oft mit-organisiert.

In der Welt herumgekommen sind die Bundschuhe auch: auf Reisen in die Sowjetunion, die Niederlande, nach Italien, England, Frankreich, Chile traf man meist mit dortigen Chören zusammen, um gemeinsam Konzerte zu geben.

Besonders am Herzen liegt den Mitgliedern der griechische Musiker und Komponist Mikis Theodorakis. Zwei seiner Oratorien, „Canto General“ und „Axion Esti“, hat der Chor mehrmals auf die Bühne gebracht; den „Canto“ 2006 in Chile. Aber auch dem Oldenburger Komponisten Gustavo Becerra-Schmidt fühlt sich der Chor verbunden; hat er doch einige Stücke für den Chor komponiert.

Zum 40. Geburtstag treten auch das 4 Mei-Projekt (Groningen), der DGB-Chor Hannover und die Bremer Chorwerkstatt auf.

Das Geburtstagskonzert wird für die SängerInnen noch aus einem anderen Grund zu einem wichtigen Ereignis: der Mitgründer und Leiter Robert Brüll, der den Chor in 40 Jahren vor allem in musikalischer Hinsicht maßgeblich geprägt hat, will danach seinen Abschied nehmen; ebenso Karin Kriete, die den Chor seit mehr als 20 Jahren mit dirigiert.

Damit alle das Konzert im Großen Haus des Staatstheaters miterleben können, kostet der Eintritt nur 10 €. Karten gibt es an der Theaterkasse oder bei Chor-Mitgliedern.

Wer anschließend noch im Foyer mitfeiern will, kann für weitere 10 € eine Karte für das Büfett bekommen, die dann am Eingang in ein Armbändchen eingetauscht wird.

Am Vorabend, Freitag, 5. Oktober, ab 18 Uhr findet in der Aula der Carl-von-Ossietzky-Universität ein Podiumsgespräch unter dem Motto „Politische Chöre heute“ statt mit VertreterInnen der politischen Chorszene aus ganz Deutschland (Annegret Keller-Stegmann, Anne Tübinger, Holger Kirleis, Robert Brüll, Moderation: Gerhard Snitjer). Bei freiem Eintritt sind auch dazu alle Interessierten willkommen.

Mehr über den Chor unter: www.chor-bundschuh.de

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