JUGENDTHEATERTAGE 2019

22. - 30. JUNI

Samstag 22.06.

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VERDAMMT!

Jugendtheater Rollentausch & Theater AG der IGS Kreyenbrück — Jugendkulturarbeit e. V.

Ein Theaterstück über Menschen am Rand

Vorstellung Mo 24. Juni 2019, 18 Uhr | Exerzierhalle

Unvermittelt treffen sich 13 junge Menschen in einem Raum. Sie wissen nicht, wo sie sind, warum sie dort sind und wie sie wieder hinausgelangen können. Eine mysteriöse Kraft bestimmt ihren Rhythmus, und zwei irreal erscheinende Gestalten greifen immer wieder in das Geschehen ein. In diesem Jahr beschäftigt sich das Jugendtheater Rollentausch mit der Lebenswelt von Menschen am Rand der Gesellschaft. Das Theaterstück ,verdammt!‘ knüpft inhaltlich an die letzte Produktion der Theatergruppe an und fragt sich, was passiert, wenn Menschen ihr Zuhause verlassen müssen, wenn es also keine Hope Street mehr für sie gibt. Was bringt sie z. B. in die Obdachlosigkeit oder ganz nach unten? Was macht dieses Leben mit ihnen und welche Perspektiven haben diejenigen, die am Rand der Gesellschaft leben? Die Assoziationen der Jugendlichen wurden ergänzt durch Hintergrundinformationen
aus Filmen und Büchern (z. B. ,Christiane F‘, ,Fette Welt‘, ,Nachtasyl‘, ,Gegen den Hass‘), Radiosendungen und Alltagsbeobachtungen.
In Kooperation mit der IGS Kreyenbrück und der Freizeitstätte Kreyenbrück.

mit: Merle Arndt, Kira Lilly Behrens, Sarina Ebben, Dylia Lenzschau,Tara Meerbach, Rahel Meerbach, Enola Rathkamp, Lucia Wahl; Lukas Grundei, Daniel Liebrecht, Adrian Lubrich, Jasper Lubrich, Christopher Moder, Pietje Müller, Gega Zautashvili
Leitung: Jörg Kowollik, Tara Melter, Pia Karius, Kira Lilly Behrens | Musik: Christian Jakober
Bühnenbild: Reimer Meyn | Choreografie: Christopher Moder | Zeichnung: Daniel Liebrecht
Grafik: Thomas Robbers

TETRIS. MODUS A. LEVEL 1 & 2

Junges Theater Bloherfelde — Jugendkulturarbeit e. V. 11

Vorstellung Mo 24. Juni 2019, 20 Uhr | Exerzierhalle


Die Teilnehmenden des Jungen Theaters Bloherfelde spielen Tetris, und das fast ein Jahr lang. Welche Bedeutung hat das Spiel? Das Spiel im Spiel? „Wenn wir uns anpassen, lösen wir uns auf!“ Zwischen Individuum und Gesellschaft. Zwischen Anpassung und Besonderheit. Zwischen Ich und Du. Zwischen Hier und Morgen. Zwischen Folgsamkeit und Protest steht ihr, wir alle oder ich … Die Teilnehmenden setzen sich mit philosophischen und mathematischen Fragen über sich selbst, die Gesellschaft und die Welt auseinander. Entstanden ist ein popkulturell-tiefgründiges Theaterstück aus Ideen, Diskussionen, Schreibarbeiten und Improvisationen der Teilnehmenden des Jungen Theaters Bloherfelde.

mit: Alice Bark, Gina Eckardt, Katharina Henschke, Lotta Rath, Anna Rüdebusch, Jana Schubert; Marvin Ax, Oliver Merrick, Jonny Wandscher
Leitung: Pia Schillinger; Thomas Renner | Kostüme: Ariane Albani | Musik: Andreas Max
Choreografien: Merle Gilster | Tonaufnahmen: Nel Günther

GEDENKEN — VERSTEHEN — ERINNERN

Theaterprojekt des Wahlpflichtkurses der Klasse 9
OBS Alexanderstraße in Kooperation mit der JFS Bürgerfelde


Vorstellung Di 25. Juni 2019, 16 Uhr | Kulturetage

Der Wahlpflichtkurs 9 beschäftigt sich in diesem Jahr mit den Biographien von Euthanasieopfern zwischen 1933 und 1945 während der NS-Diktatur. Ziel der Arbeit ist aber nicht nur die Darstellung des NS-Programms zur Vernichtung von Leben, sondern ebenso ein Theaterstück, in dem auch aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse thematisiert werden, wie zum Beispiel der Umgang mit Menschen mit Behinderung und Inklusion.

mit: Maisaa Ahmedo, Emma Behrens, Sarah Ebeling, Laura-Sophie Elwanger, Alina Fitz, Michelle Franke, Shelan Karm Hussein, Julia Klimko, Linda Kroh, Dana Franziska Musielak, Nele Rohlfs, Evelina Stavilla, Liana Wilhelm, Julia Winzeck; Philip Amann, Nico Bischoff, Tom Kischstein, Luis Osagie, Basim Shamo, Yannic van Mark
Leitung: Susan Wiraeus (OBS Alexanderstr), Thomas Vossenberg (JFS Bürgerfelde)

NACHRICHT VON KIM

Musical AG der Oberschule Varel 

Vorstellung Di 25. Juni 2019, 18 Uhr | Exerzierhalle

Kim nimmt sich das Leben. Keiner weiß, warum. Hilflosigkeit, Ratlosigkeit und Trauer — mehr oder weniger. Doch Kim geistert noch herum, möchte etwas klären, nicht umsonst von der Welt gehen.Geschickt lässt sie ihre beste Freundin Mia das Tagebuch finden. Mia beginnt zu lesen und versteht nach und nach die Gründe ihrer Tat. Doch dann stockt ihr der Atem … Viele Jugendliche denken irgendwann einmal an Suizid. Zu viele Emotionen, zu viele Rückschläge, neue Eindrücke, neue Gedanken, neue Ansichten, Liebe und Enttäuschungen in der pubertären Phase machen ein Weiterleben manchmal nicht leicht. Jeder Charakter reagiert verschieden auf unterschiedliche Ereignisse. Was muss passieren für den endgültigen Entschluss? Was muss getan werden, damit es nicht passiert?

mit: Fiona Bunjes, Michelle Buß, Anna Gebken, Lara Glowatzki, Janina Jürgens, Nathalie Kutschorra, Milena Neid, Sophia-Helene Radke, Sophie Schmidt; Noa Francina Varrelmann, Mika Westermann, Meral Yanmaz; Bjarne Beier, Jamie Lee Breuer, Tjorven Meyrose, Jean-Pascal Oltmer, Elias Schmidtke
Leitung: Elke Theesfeld, Ulf Kempa | Live Musik: Sophia-Helene Radke (voc), Sophie Schmidt(voc), Nathalie Kutschorra (voc), Anna Gebken (p, voc), Phillip-Theis Theesfeld (dr), Ulf Kempa (g)Technik: André Jodanow

ALS ICH MIT HITLER SCHNAPSKIRSCHEN ASS

Darstellendes-Spiel-Kurs der IGS Flötenteich

Vorstellung Di 25. Juni 2019, 20 Uhr | Exerzierhalle


Die DDR zur Zeit der Wende: Aufgewachsen im Glauben, der Kommunismus sei die Lösung eines jeden Problems, sieht sich Mimi Schulz, realexistierende Vorzeigetochter einer realexistierenden Vorzeigesozialistin, wachsenden Unsicherheiten und zunehmender Orientierungslosigkeit ihrer Generation ausgesetzt. Langjährige Freund*innen Mimis suchen Halt in überwunden geglaubten nationalistischen und rassistischen Ressentiments, radikalisieren sich und etablieren in ihrer Heimatstadt eine Atmosphäre von Intoleranz, Angst und Schrecken. Unsere Adaption von Manja Präkels gleichnamigem, u. a. mit dem deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichneten Roman beleuchtet schlaglichtartig die gesellschaftliche Situation der untergehenden DDR, um dafür zu sensibilisieren, wie das, was der Vergangenheit anzugehören scheint, in die Gegenwart hineinwirkt und unsere gesellschaftliche Realität formt, die uns aufruft, durch Gemeinschaft, Zusammenhalt und Solidarität der Wiederholung der Geschichte Einhalt zu gebieten.

mit: Sofie Aebert, Nadine Balcke, Ronda Brakenhoff, Finja Busemann, Vanessa Grunau, Frieda
Haak, Mira Helms, Paula Kruse, Miriam Matter, Famke Plewa,Geesa Sauer, Cedine Scheibel, Hannah Sieling, Pia Siering, Lea Warrelmann; Marco Arnold, Tom Gelzer, Adrian Lubrich, Oliver Neidhardt, Areej Sarwar
Leitung: Arne Kreye

MOMO

Theater-AG der Waldschule Hatten 15

Bühnenfassung von Vita Huber, Kindertheaterverlag Hamburg
Vorstellung Mi 26. Juni, 16 Uhr | Kulturetage

Momo ist ein kleines Mädchen mit einer besonderen Gabe: Sie kann zuhören. Sie kann so zuhören, dass traurige Menschen wieder glücklich werden und Streitende sich vertragen. Momo lebt irgendwo in Italien in einem alten Amphitheater und wird von den Bewohner*innen des Ortes mit allem versorgt,
was sie braucht. Sie schenkt ihnen dafür ihre Zeit. Wie kostbar Zeit ist, erkennen Momo und ihre Freunde erst, nachdem merkwürdige graue Gestalten in ihr Leben eindringen und den Menschen ihre Zeit stehlen. Alles muss immer schneller und schneller gehen. Momos Freunde werden zunehmend unglücklicher. Sie beschließen, sich gegen die grauen Herren und ihr grausames Treiben zur Wehr zu setzen. Viele Kinder sehen ihre Eltern nur selten und erleben sie als gestresst. Gespräche finden immer weniger statt, da viel Kommunikation über digitale Netzwerke läuft, was häufig zu Missverständnissen führt. Mit dem Stück wollen wir zeigen, wie wichtig es ist, sich Zeit füreinander zu nehmen, wirklich zuzuhören, andere zu verstehen, tolerant und respektvoll miteinander umzugehen und für das zu kämpfen, woran man glaubt.

mit: Jara-Lynn Diers, Adelina Dudaj, Joanna Garms, Stine Glöckner, Marina Giss, Samantha
Herzfeld, Julia Hobbing, Emma Kränzlin, Jo-Ann Lehmann,Vera Lykova, Alina Musa, Joline Richter, Femke Schlösser, Mina Turan, Shirin Vogel, Vivian Voigt; René Deeken, Shawn Lüning
Leitung: Anke Ruge

THE MUSIC HAS NEVER STOPPED

imTransit — Jugendkulturarbeit e. V. Vorstellung

Mi 26. Juni 2019, 18 Uhr | Exerzierhalle

Die Tanz-Theater-Performancegruppe imTransit wagt dieses Jahr ein interdisziplinäres Projekt. Zusammen mit einer lokalen Band, einer Tanzpädagogin und einem Theaterpädagogen erarbeitet die Gruppe ein Stück zwischen Musik, Tanz und Performance. Dabei gibt die Musik der Band einerseits das Thema vor, denn die Spurensuche geht von der Musik aus. Stilistisch verortet diese sich dabei in der Zeit kurz nach dem „Summer of Love“, also in einer Zeitspanne, in der Alternativen zum Gegebenen gesucht und ausprobiert wurden. Andererseits wird sich das Stück mit den Themen Aufzeigen — Aufbegehren — Aufbrechen beschäftigen. Die Fragen, die sich im Spiegel zwischen heute und dem Summer of Love stellen: Wo begehrt man heute auf, was gilt es aufzuzeigen, was kann man ausdem Summer of Love heute noch lernen und mitnehmen?
imTransit bildet eine Kooperationsgruppe zwischen Jugendkulturarbeit e. V. und der IGS Flötenteich im Rahmen von SCHULE:KULTUR!

mit: Friederike Bohnert, Annabell Fritz, Emmy Füchsel, Marit Gaumer, Christiane Pape, Emma Perkovic, Mia Lotta Peters, Nele Swoboda; Sakhi Merzai, Mostafa Noori
Leitung: Bodo Rode, Jesicha Ouyah, Diogo Pereira | Musik: Markus Rohde, Rainer Lochmann, Carsten Jacobs | Bühnenbild: Reimer Meyn

EX POST FACTO

Jugendclub — Jugendkulturarbeit e. V. 17

Theaterproduktion zum Thema Demokratie
Vorstellung Fr 26. Juni, 20 Uhr | Exerzierhalle


Es gibt Geschichten, die bleiben unerzählt, weil man sich vor ihren Wahrheiten scheut. Aber es gibt auch Geschichten, die von Generation zu Generation weitergetragen werden, aber in den Schatten der nächtlichen Metropolen verborgen bleiben. Diese ist eine davon. Der Jugendclub beschäftigt sich mit dem großen Thema Demokratie, ihrer Erfindung in Athen, den drei Säulen und ihren unterschiedlichen Ausprägungen, der Transformation und der Frage, was jede*r von uns von der Demokratie hat. Die historische Entwicklung und große Reden führen in die Gegenwart und einen ungleichen Kampf der Kellerkinder gegen Diktatur, Macht und Kapital. Auf der anderen Seite wird die Elite mit ihren Ängsten konfrontiert und muss sich für andere öffnen, um zu überleben. Die einen verlieren, die anderen gewinnen, wieder andere wechseln die Seiten. Aber allen ist gemeinsam, dass sie ein eigenes Leben wollen und auch glücklich sind.

mit: Ruth Bolivar, Lara Talea Girao Rosado Caetano, Ottilia Chademana, Maria Huth, Ylenia
Lanniello, Pia Karius, Melissa Klock, Lisa Korte, Paula Kruse, Hannah Pieper, Aylin Yurdakul; Sinan Aktepe, Arke Boeckmann, Paul Cordes, Muhannad Ebraim, Thjark Peters
Leitung: Gina Schumm, Margit Ostern, Maria Huth, Melissa Klock, Andreas Steil
Technik: Fariborz Rahnama | Bühnenbild: Reimer Meyn

MENSCHENANGST

DienstagsDrama der Jugendfreizeitstätte Bürgerfelde

Vorstellung Do 27. Juni 2019, 18 Uhr | Exerzierhalle

DienstagsDrama begibt sich in diesem Jahr auf die Spurensuche zum Thema Angst. Was ist Angst, welche Ängste gibt es, wie werden diese geschürt, wie gehe ich mit ihnen um? Ängste, kollektive oder individuelle, haben immer Auswirkungen auf die Handlungen einer/eines Einzelnen,
aber bestimmen auch gesellschaftliche Prozesse. In den letzten Jahren ist vermehrt festzustellen, dass auf vielfältige Art und Weise mit geschürten Ängsten politische Entscheidungsprozesse bestimmt werden. Verschwörungstheorien, in den Sozialen Medien verbreitete „Fake-News“, „Rechter Terror“ und „Rechte Hetze“, politische Statements, deren einzige Aussage ein „Schüren von Ängsten“ ist, sind
Beispiele hierfür. Jede*r der Zuschauer*innen kennt sie: persönliche und kollektive Ängste. Aber kaum wird über sie gesprochen. Die Texte und Spielszenen konfrontieren das Publikum mit einem Thema, das selten so in der Öffentlichkeit thematisiert wird. Die Aussage: sich diesem Thema stellen.
DienstagsDrama ist die freie Jugendtheatergruppe der Freizeitstätte Bürgerfelde/Stadt Oldenburg.

mit: Elisabeth Bartz, Katharina Brandes, Lolo Dirks, Janna Sölter, Jasmin Wilhaus, Maira Witt, Sarah Wolter; Yannick Feld, Jannis Hadtstein, Nicolas Wilke
Leitung: Thomas Vossenberg, Lore Schilberg

STUDIEN ZUR UNGLEICHZEIT

Kurlandtheater — Jugendkulturarbeit e. V. 19

Vorstellung Do 27. Juni 2019, 20 Uhr | Int. Jugendprojektehaus

Dies ist die Geschichte von Marie. Auf der Flucht vor SA-Scherg*innen verlor sie ihre Puppe Elizabeth in der elterlichen Wohnung. Maries Erinnerungen sind nun hier im Regal abgestellt. Leider verschwinden die Begegnungen, Bilder und Erinnerungen Blatt für Blatt. Das Mädchen Marie ist inzwischen eine an Demenz leidende, sehr alte Frau. Alles, was passiert, passiert nun gleichzeitig. Vergangenheit und Gegenwart vereinen sich in der Ungleichzeit. Marie zerreißt ihre Erinnerungen in Form von Briefen und Bildern. Immer
wieder taucht in ihrer Erinnerung die Puppe Elizabeth auf ...

mit: Jonna Liv Dambrauskas, Paris Deuter, Linda Füchsel, Elli Hentschke, Runa Kilmer, Hannah
Lüken, David Müllenmeister, Ria Ockenga, Rosa Schachtsiek; Bernhard von Czettritz, Carl Wiraeus
Leitung: Dettmar Koch, Lore Schilberg | Musik: Markus Rohde | Bühnenbild: Reimer Meyn

INQILAB — AUFBRUCH

Ibis Mashhad — Junges Geflüchteten-Theater
von M. A. Müller; Aufführungsrechte bei Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin

Vorstellung Fr 28. Juni 2019, 18 Uhr | Exerzierhalle

„Es braucht nur ein einziges Streichholz und alles wird hier in die Luft fliegen. Zünden wir dieses Streichholz an! FREIHEIT! JETZT!“ Irgendwo im Nahen Osten, 2011. Das Theaterstück handelt von den Anfängen des Arabischen Frühlings und dem Nahostkonflikt und erzählt von dem jungen Blogger Jared, der mit seinem älteren Bruder Lunis in einem totalitären Staat lebt. Ein Konflikt, der nicht nur auf der Straße, sondern auch in Jareds Familie schwelt, und der über viele Generationen hinweg von der Auseinandersetzung zwischen Palästinenser*innen und Jüdinnen/Juden gespeist wird. Lunis, der hart arbeitet, den Vater und das traditionelle Leben ehrt, kann seinen rebellierenden Bruder nicht verstehen. Als Jared verhaftet wird und spurlos verschwindet, macht Lunis sich auf die Suche nach ihm. Seine Reise führt ihn bis nach Deutschland, wo er sich Hilfe von seiner Mutter erhofft, die die Familie vor über zehn Jahren verlassen hat. Ein Konflikt, viele Schicksale über mehrere Generationen hinweg — ihnen allen ist eins gemein: die Hoffnung auf Veränderung, auf ein selbstbestimmtes Leben in Frieden und Gerechtigkeit für alle.

mit: Diana Adrah; Mohammad Hassani, Wisam Darman Khalaf, Haji Manohussin, Wahid Moradi,
Basil Ilyas Shamo, Bassim Ilyas Shamo, Saad Suleiman
Leitung: Dzenet Hodza

ERINNERUNGEN SIND LEBEN

Jugendkulturarbeit e. V. & BZTG Ehnernstraße 21

Ein Stück über das Vergessen und das Vergessenwerden
Vorstellung Fr 28. Juni 2019, 20 Uhr | Exerzierhalle


Die Performance ,Erinnerungen sind Leben‘ betrachtet Erinnerung an Nationalsozialismus und Holocaust vor dem Hintergrund, dass in absehbarer Zeit die persönliche Begegnung mit Zeitzeug*innen und deren „authentischer Zeugenschaft“ kaum mehr möglich sein wird. Was passiert, wenn es keine Zeitzeug*innen mehr gibt, wie kann nationale Geschichte in einer multikulturellen Gesellschaft vermittelt werden, was versteht man unter einem Erinnerungsort und können Menschen Erinnerungsorte sein? Das waren Fragen, die am Anfang der gemeinsamen Recherche standen. Biografien Überlebender (u. a. über die Zeitzeug*innen von Heimatsucher e. V. vorgestellt), historische und lyrische Texte sowie Dokumente zu jüdischer Stadtgeschichte wurden erforscht und diskutiert, und
der persönliche Bezug junger Menschen zu Geschichte wurde hergestellt. Über theaterpädagogische Zugänge sind sprachliche und choreografische Szenarien entwickelt worden.

mit: Natalie Baumann, Charlene Brumund, Jette Feye, Janina Growe, Wenke Hohlen, Yasha Ian Hübner, Maria Huth, Melissa Klock, Carlotta Madenhauer, Marlin Matziwitzki, Laura Meyer, Rebecca Meiners, Lara Radetzki, Sina Schmidt; Franz Kirsch, Leonard Möse, Martin Rentz, Tronje Schreyer, Fynn Wilkens, Aylin Yurdakul
Leitung: Gina Schumm, Margit Ostern, Maria Huth | Musik: Andreas Steil | Licht/Bühne: Fariborz
Ranahma