NATIONAL DANCE COMPANY WALES

Cardiff, GB

FOLK / Atalaÿ / TUNDRA

Choreografien: Caroline Finn, Bermudez Gil, Marcos Morau
Musik: Jacques Offenbach, Frédéric Giraud, Adam Hurst, Mikis Theodorakis, Christina Pluhar, Sarah Nemtanu, Carlos Santana, Goldmund, Charlie Knight, Olga Sergeeva, Kitka, Akira Rabelais, The Haxan Cloack, Mariah

mit 10 Tänzer*innen

Dauer: 135 Minuten

Aus der walisischen Hauptstadt Cardiff kommt eine kleine, aber sehr feine National-Compagnie, die nicht nur in Wales, sondern auch auf Tourneen durch Indien, China, Weißrussland, Italien und Frankreich für Staunen sorgt: Die National Dance Company Wales. So urteilte beispielsweise die Times: NDCWales ist zwar klein, tanzt aber ganz groß." Die Compagnie entwickelt Produktionen, die ihr Publikum durch außergewöhnliche und übergreifende Inszenierungen fesseln. Mit ihren herausragenden Tänzer*innen führt sie Stücke auch an ungewöhnlichen Orten auf. Mit der Hauschoreografin und Mentorin Caroline Finn und ihrer charakteristischen, vom Theater inspirierten Arbeitsweise schafft die Compagnie poetische Werke, die die Menschen und ihre zahlreichen Facetten widerspiegeln. Neugier und Interesse beim Publikum zu wecken steht dabei immer im Vordergrund.

FOLK
zeigt das Leben und zwischenmenschliche Spannungen mit Finns schwarzem Humor und in ihrem eigensinnigen und mitreißenden Choreografie-Stil. Soziale Dynamiken werden erforscht; vertraute und surreale Szenen und Charaktere werden in einer vielschichtigen und bezaubernden Musiklandschaft zum Leben erweckt. Die verdorrten schneebedeckten Äste eines umgedrehten Baums ragen von oben in den Bühnenraum. Darunter fegt ein Tänzer einen Laubhaufen zusammen. Als er fertig ist, erhebt sich aus den herabgefallenen Blättern ein weiterer Tänzer. Unwillkürlich erinnert man sich an Becketts auf Godot wartende Landstreicher. Währenddessen stehen und sitzen die übrigen Tänzer*innen als eingefrorenes Bild auf einer Bank. FOLK vereint verschiedene „Tableaux vivants“, die sich an Gemälden des 17. und 18. Jahrhunderts orientieren, mit dynamischen Soli und Ensembletänzen. Die vielschichtige Musikcollage zitiert neben stampfenden Beats auch mal ironisch Offenbachs Barcarole oder Theodorakis´ Sirtaki.

Von 2015 bis 2018 war Caroline Finn die künstlerische Leiterin der NDCWales, heute ist sie Hauschoreografin und Mentorin, um sich stärker auf die choreografische Arbeit konzentrieren zu können. 2016 war sie Jurymitglied der Copenhagen International Choreographer Competition. Als Tänzerin arbeitete Caroline Finn mit dem Ballett Theater München (BTM) unter der Leitung von Philip Taylor, mit dem Ballet Preljocaj (Frankreich), bei der Compagnie Carolyn Carlson (Frankreich) sowie für Jochen Heckmann und Johanna Richter. Seit 2009 ist sie freiberufliche Tänzerin und Choreografin. Ihr gefeiertes Solostück
Bernadette‘ wurde auf internationalen Festivals in Aix-en-Provence, München, Luzern, Berlin, Krakau, Paris und Südkorea gefeiert.

Atalaÿ
ist wie ein Leuchtturm, der von allen Seiten gesehen werden kann; ein ansteckender Tanz, beeinflusst von der Wärme des Mittelmeers. Mario Bermudez Gil verbindet seine spanischen Wurzeln mit seiner israelischen Ausbildung und schafft eine quirlige Theatralik mit einem ungewöhnlichen Charakter, die ein unglaubliches Können von den Tänzer*innen verlangt.

Mario Bermudez Gil
wird vom Dance Magazine als einer der 25 to Watch" (2017) gefeiert und erhielt 2017 den Preis als bester Tänzer vom Certamen Coreografico Distrito de Tetuan Madrid. Gebürtig aus Jaen, Spanien, entdeckte Mario Bermudez Gil den Tanz erst im Alter von 20 Jahren. Er studierte von 2008-2010 an der Centro Andaluz de Danza in Sevilla und ging danach nach New York, wo er u. a. mit Jennifer Muller/The Works und Andrea Miller/Gallim Dance arbeitete. Von 2012-2016 lebte Mario Bermudez Gil in Tel Aviv und tanzte bei der Batsheva Dance Company Werke von Ohad Naharin, Sharon Eyal, Hofesh Shechter und Roy Assaf. Dort begann er auch zu choreografieren und gründete schließlich 2017 seine eigene Compagnie Marcat Dance.

TUNDRA
wurde von dem spanischen Choreografen Marcos Morau, künstlerischer Leiter der angesagten spanischen Compagnie LA VERONAL, 2017 in Cardiff kreiert. Seine bewegten Bilder sind von starker photographischer Intensität: Marcos Morau schafft Tanz an den Schnittstellen von Film und Theater. Schnell, filigran, voller Witz ist das Vokabular, mit dem er seine expressionistischen Tableaus ausstattet. Inspiriert durch die russische Revolution und nördliche Steppenlandschaft, baute der Choreograf Elemente des altertümlich russischen Volkstanzes in die Choreografie TUNDRA mit ein. Diese haben freilich nichts Folkloristisches, sondern zeichnen sich durch die Kraft der Gemeinsamkeit aus. TUNDRA ist ein kraftvolles Werk, das die Stärke von Kommunikation, Zusammenarbeit und Zuhören widerspiegelt. Für seine Arbeiten gewann Marcos Morau u. a. 2013 den nationalen Tanzpreis Spaniens.

Die Gastspiele finden im Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Bremerhaven statt. Dort gastiert die Compagnie am 19. Mai 2019.

www.ndcwales.co.uk

Video

Bilder

Termine

Di 14. Mai 2019 | 18.00 – 20.15 Uhr | Kleines Haus

Mi 15. Mai 2019 | 20.00 – 22.15 Uhr | Kleines Haus

Do 16. Mai 2019 | 18.30 – 20.45 Uhr | Kleines Haus

Dauer

135 Minuten

Ort und Preise

Anfahrt Kleines Haus

Eintritt: 13 - 31 Euro
Karten im Webshop