Magellan

Uraufführung
Frei nach Antonio Pigafetta und Stefan Zweig
Ein Stück zwischen Traum und Wirklichkeit
Ab 12 Jahren


„Das Aufbrechen der Historie ins Hier und Jetzt zählt zu den starken Momenten der Fassung, die Markolf Naujoks und Dramaturg Matthias Grön erarbeitet haben.(...) Die Figur „Magellan“ lebt von drei Schauspielern, die seine unterschiedlichen Seiten beleuchten.(...) Für das Abenteuer auf See hat Marina Stefan ein wandelbares Bühnenbild aus Holz, Sand und Wasser gebaut.” (Simone Wiegand, Nordwest Zeitung)


Magellan ging als erster Weltumsegler in die Geschichte der großen Entdecker ein. Verwegen und kühn lebte er seinen Traum und revolutionierte die Welt. An der Schwelle zur Neuzeit ließ er die alte Welt hinter sich und lieferte den Beweis dafür, dass die Erde eine Kugel und das Unmögliche möglich ist.

Diesmal ist es ein Portugiese, der vor dem König von Spanien steht und darum bittet eine Expedition zu finanzieren, um auf dem Westweg die sagenumwobenen Gewürzinseln zu erreichen. Nach dem Italiener Kolumbus, der auf der Suche nach Indien nur durch Zufall einen neuen Kontinent entdeckte, ist es nun Fernando de Magellan, der behauptet, eine Passage durch den neuen Kontinent zu kennen. Ob es die Argumente waren oder das selbstsichere Auftreten Magellans, die den König überzeugen, ist nicht genau überliefert. Sicher ist, dass am 20. September 1519 eine Flotte aus fünf Schiffen mit 250 Mann Besatzung in See sticht. Ein halbes Jahr später wird sie die brasilianische Küste erreichen. Doch die Passage will sich nicht zeigen. Immer weiter südlich segeln die Schiffe, Kälte und Ungewissheit zermürben die Mannschaften, immer wieder droht Meuterei. Erst nach einer Überwinterung finden sie die 600 Kilometer lange Meeresstraße, die später nach Magellan benannt werden soll. Auf der anderen Seite erwartet sie ein neuer Ozean, den Magellan „Mar Pacífico" nennt. Doch dieser Stille Ozean erweist sich viel größer als vermutet. Nach weiteren 100 Tagen auf See erreichen sie die ersten Inseln im Pazifik. In einem unbeschreiblichen Gefühl des Hochmuts und der Überlegenheit beginnt Magellan die Einheimischen zu unterwerfen und zum Christentum zu bekehren und kommt schließlich selbst ums Leben.


Kritik zum Stück:
„Das Stück war supertoll. Durch das Bühnenbild, die Toneffekte und das Licht habe ich gedacht, dass ich wirklich auf einem Schiff bin, das durch die Wellen hin und her schaukelt. Die Schauspieler waren auch super. Sie haben das wirklich sehr real gespielt. Drei Schauspieler wechseln sich mit der Rolle des Magellans ab, ein bisschen verwirrend am Anfang, aber trotzdem ein gutes Konzept. Dank der Anspielungen auf andere Filme war das Theaterstück auch lustig. Es war aber auch spannend und ein wenig verängstigend. Man hat sehr viel über Magellans Geschichte erfahren. Ich würde das Theaterstück gerne noch einmal sehen.”
Mira, 7. Klasse des Alten Gymnasiums Oldenburg

Video

Bilder

 

Besetzung

Bühne und Kostüme: Marina Stefan
Musik: Gunnar Greszik
Dramaturgie: Matthias Grön
Theaterpädagogik: Lea Schreiber
Mit:
Pirmin Sedlmeir
Yassin Trabelsi

Termine

Wiederaufnahme — 15.01.2016

Dauer

60 Minuten

Spielstätte

ExerzierhalleAnfahrt