Die Marquise von O....

Heinrich von Kleist

Bühnenfassung von polasek&grau und Daphne Ebner

 

"Das Staatstheater Oldenburg zeigt auf imposante Weise, dass Kleists Werk in den 90er-Jahren nicht von ungefähr ein bevorzugtes Objekt dekonstruktiver Lektüren wurde. Die Akteure bewältigen die bemerkenswerten Textmengen, die kaskadengleich auf das Publikum niedergehen, bravourös. Das Publikum würdigte die stimmige Produktion mit viel Applaus." (Weser Kurier)


Kleists berühmte Erzählung beginnt mit einem ungewöhnlichen Zeitungsaufruf. ‚Die Marquise von O. …‘, eine bis dato junge Witwe von tadellosem Ruf, sucht per Zeitungsannonce nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes. Ohne ihr Wissen, so schwört sie, sei sie in andere Umstände geraten und nun fest entschlossen, mit besagtem Unbekannten am darauffolgenden Sonntag die Ehe zu vollziehen. Erst in der Rückschau werden die Ereignisse berichtet, die sich während des Krieges zugetragen und die zur Schwangerschaft der Marquise wider Willen und besseren Wissens geführt haben.
Wenn der Horizont zwischen Himmel und Hölle zusammenfällt, amalgieren die Gegensätze und der Mensch wird zum Zwischenwesen aus Engel und Teufel. Mit dem analytischen Interesse eines Gerichtsmediziners erforscht Kleist die menschliche Natur unter den Extrembedingungen von Krieg, Begehren und Ausgestoßensein und blickt tief in die inneren Abgründe des Menschen.
 
Das Regiekollektiv polasek&grau, das sich dem Oldenburger Publikum bereits mit der Romanadaption von ,Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone‘ vorgestellt hat, bringt diese große Erzählung auf die Bühne.

 

 

Bilder

Besetzung

Bühne: Stefanie Grau
Kostüme: Natalia Nordheimer
Musik: Pirmin Sedlmeir
Licht: Herbert Janßen
Dramaturgie: Daphne Ebner
Marquise von O. ...: Franziska Werner
Obristin: Caroline Nagel
Bruder: Pirmin Sedlmeir
Graf: Yassin Trabelsi

Termine

Premiere — 12.09.2015

Dauer

90 Minuten

Spielstätte

Kleines HausAnfahrt

Kurzeinführung