Amerika

nach Franz Kafka
Bühnenfassung von Martin Laberenz und Marc-Oliver Krampe


„Das verheißungsvolle Eigenkapital dieser Inszenierung: gewitzte Akteure, die wendig einen Wirbel aus Dialektik und Dialekten entfachen; durchaus subtile Zitate (zumeist aus dem komödiantischen Fach); eindringliche, nun ja, kafkaeske Momente am Spektakelschluss.
(Weser Kurier)


Karl Roßmann, gerade einmal 16 Jahre alt, wird von einem Dienstmädchen mit äußerstem Nachdruck verführt und missbraucht. Dies zieht die Schwangerschaft des Dienstmädchen nach sich und den sofortigen Rauswurf Karls durch seine Eltern. Er wird nach Amerika geschickt, wo er von seinem reichen Onkel erst aufgenommen und dann verstoßen wird. Im Land der vermeintlich unbegrenzten Möglichkeiten erlebt er eine Berg- und Talfahrt: Als Handlanger zweier Halunken, als Liftboy im riesigen Hotel Occidental, als Flüchtiger und als Gefangener, bis er schließlich im Naturtheater von Oklahoma Aufnahme findet, in dem jeder willkommen ist.

Franz Kafka schrieb ‚Amerika’ als frühestes von drei Romanfragmenten zwischen 1912 und 1914 noch vor ‚Der Prozess’ und ‚Das Schloss’. Das Oldenburgische Staatstheater bringt den Stoff als eigens entwickelte Bühnenadaption in der Exerzierhalle zur Aufführung.

Nach Shakespeares ,Was ihr wollt' inszeniert Regisseur Martin Laberenz auch in dieser Spielzeit wieder mit kompromissloser Regiehandschrift und schamlosem Humor Gesten radikalen Lebens für ein maßloses Theater.

 

Hier gelangen Sie zu einem Interview der Nordwest Zeitung mit Dramaturg Marc-Oliver Krampe über die Inszenierung »

Bilder

 
 

Besetzung

Bühne und Kostüm: Peter Schickart
Dramaturgie: Marc-Oliver Krampe
Mit:
Lisa Jopt

Termine

Premiere — 14.02.2016

Dauer

180 Minuten

Spielstätte

ExerzierhalleAnfahrt