Ein Sommernachtstraum (A midsummer night's dream)

Benjamin Britten (1913 — 1976)

Oper in drei Akten
Libretto nach William Shakespeare von Benjamin Britten und Peter Pears
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

„Die Inszenierung lässt der Musik wundervoll Raum zur Entfaltung der oft fein ziselierten Klänge. Dirigent Vito Cristófaro zeigt mit dem Staatsorchester das Gespür für Brittens Idiom. Die Musiker können vordergründig illustrieren, aber sofort wieder intensiven Geheimniszauber entfalten. Präzise kommen die vertrackten Rhythmusfiguren, fast impressionistisch die Klangkombinationen von Harfen und glitzerndem Schlagwerk. (...) In allen Fällen ist Verlass auf das prächtige Sängerensemble.” (Nordwest Zeitung)

 

„[Die Midsummer Night's-Interpretationen im deutschsprachigen Raum] werden nun durch die neue Oldenburger Produktion um eine weitere atemberaubende Bühnenlösung erweitert. (...) Und es überzeugt insgesamt das hervorragende, hörenswerte Ensemble. (...) Ungetrübter Beifall und etliche Bravorufe für eine wunderschöne (...) Produktion.” (Weser Kurier)  


Aufruhr im Elfenreich: Das Herrscherpaar Oberon und Titania hat sich über einen Knaben entzweit, den beide eifersüchtig für sich beanspruchen. Oberon beauftragt seinen Vertrauten Puck, eine bestimmte Blume herbeizuschaffen, deren Nektar in denjenigen verliebt macht, den man als erstes erblickt. Mit seinem Zaubermittel erwischt Puck leider zwei herumirrende Liebespaare, die sich nun in völlig verkehrter Konstellation verlieben, was zum totalen Liebesdurcheinander führt. Jetzt ist es an Puck, die Sache wieder geradezurücken.
Nacht, Wald, märchenhafte Stoffe, historische Plätze – die bevorzugten Sujets der Romantik sind in kaum einem anderen Werk der Weltliteratur so gehäuft vorweggenommen wie in Shakespeares ‚Ein Sommernachtstraum‘. Verschiedene Komponisten hat dieses Werk zu einer Vertonung inspiriert; so schrieb beispielsweise Henry Purcell nach Shakespeares Vorlage im Jahre 1692 seine Oper ‚The Fairy Queen‘, Ambroise Thomas ließ sich 1850 zu seiner Oper ‚Le songe d’une nuit d’été‘ inspirieren. Gepackt von der Shakespeare-Begeisterung schrieb auch der erst 17-jährige Mendelssohn Bartholdy eine Ouvertüre zur Komödie ‚Ein Sommernachtstraum‘.
Der englische Komponist Benjamin Britten hat sich anlässlich eines Festivals im Jahre 1960 dieses Stoffes angenommen und ihn in der relativ kurzen Zeit von einem knappen halben Jahr zu einer Oper geformt. Dabei hat er – zusammen mit seinem Lebensgefährten Peter Pears – den Inhalt stark gekürzt und aus dem fünfaktigen Schauspiel eine dreiaktige Oper geschrieben. Mit der Klangfarbe macht Britten alles in dieser Oper: er schafft eine märchenhafte Stimmung, weckt historische (barocke) Assoziationen und charakterisiert Menschen wie Geister. Die drei unterschiedlichen Ebenen von Elfen, Liebenden und Handwerkern werden auch musikalisch unterschieden. So wurde ‚Ein Sommernachtstraum‘ eine Oper, die das Publikum durch ihre einzigartige Traumwelt bis heute in ihren Bann zieht. 

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Besetzung

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro
Regie: Tom Ryser
Bühne und Kostüme: Stefan Rieckhoff
Dramaturgie: Annabelle Köhler
Puck: David Bennent
Theseus: KS Paul Brady
Hippolyta: Yulia Sokolik
Lysander: Philipp Kapeller
Demetrius: Daniel Moon
Helena: Valda Wilson
Zettel: Tomasz Wija
Peter Squenz: Ill-Hoon Choung
Flaut: Nicholas Tamagna/ E. Mark Murphy
Schnock: Henry Kiichli
Schlucker: Christoph Pohl
KlangHelden-Chor u.a.

Termine

Premiere — 09.04.2016

Spielstätte

Großes HausAnfahrt

Kurzeinführung