Pampa Blues

Rolf Lappert

Bühnenfassung von Michael Uhl


„Die Inszenierung gewährt tiefe Einblicke in den Alltagstrott in einem Dorf, das ums Überleben kämpft. Die Charaktere sind bisweilen skurril, aber immer liebenswert gezeichnet. Die Mitglieder der August-Hinrichs-Bühne lieferten unter der Regie von Michael Uhl eine geschlossene Ensembleleistung ab, die mit lang anhaltendem Applaus bedacht wurde. (...) Absolut sehenswert.”
(Nordwest Zeitung)


Wingroden ist wie ein Museum, nur ohne Besucher. In dem kleinen Ort lebt Ben mit seinem demenzkranken Großvater. Sein Vater kam bei einem Flugzeugabsturz ums Leben und seine Mutter tourt mit ihrer mittelmäßig erfolgreichen Jazzband durch Europa, also obliegt Ben alle Verantwortung für seinen Opa Karl. Und sich selbst. Keine leichte Aufgabe mit gerade mal 16 Jahren. Karl ist auch der Grund, warum Ben noch nicht abgehauen ist. Lang schon schraubt er an einem VW-Bulli und will damit nach Afrika, aber Karl allein lassen geht nicht. Und so bleibt er in der Pampa und schiebt den Blues.
Währenddessen schmiedet der geschäftstüchtige Maslow einen Plan, um Wingroden einen Platz auf der Landkarte zu sichern: Er baut ein Ufo, der Ort soll das nächste Roswell werden! Touristen werden in Scharen kommen und die Wirtschaft ankurbeln! Erst mal testet er das Ufo aber an den Dorfbewohnern – mit Erfolg! Sogar die Presse kommt – vermutet man, als die mysteriöse Lena auftaucht. So vergehen die Tage zäh wie Honig, zwischen Baggersee, Ufobau und Krankenpflege.
‚Pampa Blues‘ ist eine Geschichte, die thematisch so reich ist, wie das Leben selbst. Sie steigt tief ein in das Dorfleben mit seinen Höhen und Tiefen. Mit Charakteren, die verschiedener nicht sein könnten und in einer schicksalhaften Gemeinschaft feststecken. Aber auch in den Zusammenhalt, die melancholisch-schönen Abende in der Dorfkneipe und den  Sternenhimmel über der Pampa.
Regie führen wird der leitende Regisseur des Niederdeutschen Schauspiels, Michael Uhl, der in der letzten Spielzeit mit ‚Nix as weg – Raus aus Åmål (Fucking Åmål)‘ bereits ein Dorfporträt zeichnete.

Bilder

 
 

Besetzung

Regie: Michael Uhl
Bühne und Kostüme: Anna Sörensen
Licht: Sofie Thyssen
Dramaturgie: Sarit Streicher
Ben Schilling: Thorge Cramer
Karl Schilling: Difri Arning
Lena Kramer: Sophia Gerdes
Maslow: Herwig Dust
Jojo: Mario Forkel
Georgi: Sibo Müller
Anna: Nadine Woinke
Frau Friese: Karin Bremermann
Bauern: Walter Korfè, Jürgen Müller, Clemens Larisch, Thomas Hellmold

Termine

Premiere — 24.01.2016

Dauer

120 Minuten

Spielstätte

Kleines HausAnfahrt