Utopoly - Ein Spiel mit möglichen Welten

Fake to Pretend

Uraufführung

 

„Dass sich die Zuschauer so geistreich engagierten, lag auch am Ensemble des Staatstheaters. Sie sind in ‚Utopoly’ die Animateure einer besseren Zukunft. Während Rajko Geith charmant den Weltuntergang wegmoderiert, geben seine Schauspielkollegen Johannes Lange, Jens Ochlast, Magdalena Höfner und Klaas Schramm ihr Bestes, um das Publikum für die jeweiligen Utopien zu gewinnen. Von Vorteil ist dabei nicht nur die ansteckende Spielfreude aller Akteure, sondern auch die Bereitschaft, zu Improvisieren und auf jeden einzelnen Visionär zuzugehen. ‚Utopoly’ ist mehr als ein Stück mit Zuschauerbeteiligung. Es ist ein Brückenschlag voller angenehmer Überraschungen zwischen Sitzplatz und Bühne, der nicht ganz einfache Inhalte spielerisch vermittelt. Das ist auch dringend notwendig. Schließlich gilt es, die Welt zu retten.” (Nordwest Zeitung)


„Acht von zehn Bundesbürgern wünschen sich unter dem Eindruck der europaweiten Wirtschafts- und Verschuldungskrise eine neue Wirtschaftsordnung.“

(Aus einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung vom August 2012)


Können wir den Klimawandel noch stoppen, das Finanzsystem reformieren, die Zukunft unserer Kinder garantieren und globale soziale Gerechtigkeit herstellen? Kurz gesagt: Ist die Welt noch zu retten? Es gibt Menschen, die daran glauben, die den Mut haben, Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit zu geben.

Unter Anleitung der Spielmacher von Fake to Pretend begibt sich das Oldenburgische Staatstheater in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg auf die Suche nach konkreten, zeitgenössischen Utopien. Wir prüfen Charter Cities, Postwachstumsgesellschaften, Seasteads, Sharing Economies, Regionalwährungen und andere Ansätze, die weltweit unter verschiedensten politischen Vorzeichen geplant und verwirklicht werden, auf ihre Zukunftsfähigkeit. Die vielversprechendsten beziehungsweise größenwahnsinnigsten dieser alternativen Gesellschaftsformen und Wirtschaftsmodelle machen wir für Sie zugänglich. Große Ideen allein können die Welt nicht verändern? Jeder große Wurf braucht viele kleine Schritte? Probieren Sie sie aus!

‚Utopoly‘ ist kein gewöhnlicher Theaterabend – hier spielen Sie die Hauptrolle! ‚Utopoly‘ ist Planspiel, Schauspiel, Gesellschaftsspiel, Rollenspiel: Live Action Alternate Reality Gaming. Schlüpfen Sie für einen Abend in eine neue Rolle, lassen Sie die Gegenwart für einen Moment hinter sich und denken Sie groß! Werden Sie aktiv! Diskutieren Sie! Bestimmen Sie mit! Erspielen Sie sich Ihre Zukunft, unsere Zukunft in einer besseren Welt! Und bringen Sie Zeit mit, denn die Zukunft muss gefeiert werden!


Wir haben einige Hintergrund-Informationen zusammengestellt, damit Sie sich noch vor Spielbeginn den verschiedenen Zukunftsmodellen nähern können:

Charter Cities:
Zeit-Interview mit Initiator Paul Romer: www.zeit.de/zeit-wissen/2012/04/Paul-Romer
Selbstdarstellung urbanisation project: urbanizationproject.org/blog/charter-cities
Artikel auf open security: https://www.opendemocracy.net/opensecurity/arthur-phillips/charter-cities-in-honduras

Seasteads:
Selbstdarstellung: http://www.seasteading.org/about/
Artikel bei brand eins: http://www.brandeins.de/archiv/2012/das-gute-leben/westwaerts

Postwachstumsökonomie:
Selbstdarstellung: http://www.postwachstumsoekonomie.de/material/grundzuege/
Ein kurzer Fernsehbeitrag: www.youtube.com/watch?v=bkAMa4cSKUk

 

In Kooperation mit den Studiengängen ,Kulturanalysen’ und ,Materielle Kultur: Textil’ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Utopoly ist ein interaktives Theaterspiel, das im Rahmen des Themenschwerpunktes „Postkollaps – gemeinsam weniger erreichen“ von dem freien Theaterkollektiv Fake to Pretend für Oldenburg entwickelt wurde.
Als Forschungsprojekt an der Schnittstelle zwischen freier Szene, Staatstheater und Universität macht es alternative Gesellschafts- und Wirtschaftsmodelle des 21. Jahrhunderts spielerisch für das Publikum erfahrbar.
Fake to Pretend wurde 2013 bei den Bayerischen Theatertagen als bestes Theaterkollektiv mit dem Jurypreis ausgezeichnet.

Wir danken der Firma Brötje für ihre Unterstützung.

Video

Dokumentation über UTOPOLY - EIN SPIEL MIT MÖGLICHEN WELTEN Abspielen
Dokumentation über UTOPOLY - EIN SPIEL MIT MÖGLICHEN WELTEN

Bilder

 

Interview mit fake to pretend

Besetzung

Regie und Konzept: Fake to Pretend/ Benno Heisel/ Simone Niehoff/ Daphne Ebner
Bühne und Kostüme: Gesine Geppert und Studierende der Universität Oldenburg
Musik: Pirmin Sedlmeir
Video: Chris Fromm
Dramaturgie: Daphne Ebner
Mit:
Magdalena Höfner
Pirmin Sedlmeir
und Studierenden der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: Marie Adrian, Emel Cerit, Jana Feldhusen, Lena Gerken, Gesche Hambach, Amelie Jansen, Marianne Kurzer, Johanna Marquardt, Caroline Anna Scholz, Nina Taraschonnek

Termine

Premiere — 03.12.2015

Dauer

120 Minuten

Spielstätte

ExerzierhalleAnfahrt