Musikfreunde Oldenburg

Große Pianisten im Kleinen Haus

Auch in der Spielzeit 2015 / 2016 werden hochkarätige Pianistinnen und Pianisten der Einladung des Vereins der Musikfreunde Oldenburg ins Kleine Haus folgen.

Den Anfang macht die georgische Grande Dame des Klavierspiels Elisso Virsaladze, die am 4. Oktober 2015 ausschließlich Werke Chopins hören lassen wird. Es folgen zwei Shootingstars der Szene: Alice Sara Ott und Francesco Tristano spielen als Duo am 8. November 2015 ihr Programm „Scandale“, das vor allem Werke des frühen 20. Jahrhunderts enthält. Der junge Israeli Inon Barnatan gastiert am 6. März 2016 im Kleinen Haus. Das Programm umfasst u. a. Werke von Brahms, Schubert und Ligeti. Der australische Großmeister Roger Woodward beschließt den Zyklus Große Pianisten im Kleinen Haus am 5. Juni 2016.

Verein der Musikfreunde Oldenburg e.V.
Tel 0441.2225-141
Fax 0441.2225-220
vmo@staatstheater-ol.Niedersachsen.de
www.musikfreunde-oldenburg.de

04.10.2015

Elisso Virsaladze

Kleines Haus

Karten

08.11.2015

Alice Sara Ott und Francesco Tristano

06.03.2016

Inon Barnatan

Der Pianist Inon Barnatan hat schnell internationale Bekanntheit für seine fesselnden und kommunikativen Auftritte erlangt und sorgt mit seinen einfühlsamen Interpretationen und seiner vollkommenen Technik für Begeisterung. Im Januar 2014 wurde er von Alan Gilbert zum ersten Artist-in-Association des New York Philharmonic Orchestras ernannt und wird ab der Saison 2014/15 über drei Jahre hinweg regelmäßig als Solist mit dem Orchester zusammenarbeiten. Mit der Academy of St. Martin in the Fields nahm Inon Barnatan ab August 2014 alle fünf Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven auf. Highlights der Saison 2014/15 sind u. a. sein Debüt als Solist beim Royal Stockholm Philharmonic Orchestra mit Susanna Mälkki, beim Orchestre National de France mit James Gaffigan im Rahmen des Présence-Festivals sowie Wiedereinladungen zum Milwaukee Symphony Orchestra mit Edo de Waart, zum Ulster Orchestra mit Domingo Hindoyan und zum Atlanta Symphony Orchestra mit Matthias Pintscher. Des Weiteren gibt Inon Barnatan erneut Recitals in der Wigmore Hall, im Amsterdamer Concertgebouw sowie beim Chopin-Festival in Warschau und bei „Piano aux Jacobins“ in Toulouse. In der nächsten Saison folgt er u. a. einer Einladung von Gustavo Dudamel zum Los Angeles Philharmonic Orchestra. Neben seinen solistischen Tätigkeiten ist Inon Barnatan auch ein begeisterter Kammermusiker. Zusammen mit der Cellistin Alisa Weilerstein hat er gerade eine neue CD bei DECCA eingespielt. Inon Barnatans Debüt-CD ist 2006 bei Bridge Records mit Klavierwerken von Franz Schubert erschienen. Sein Soloalbum Darknesse Visible wurde von der New York Times in die Liste der Top Classical Recordings of 2012 aufgenommen. Das darauffolgende Schubert-Album, das den späten Werken des Komponisten gewidmet ist, wurde im Herbst 2013 bei AVIE veröffentlicht und frenetisch gefeiert. 1979 in Tel Aviv geboren, begann Inon Barnatan mit drei Jahren Klavier zu spielen und hatte bereits mit elf Jahren seinen ersten Auftritt mit Orchester. Leon Fleisher wurde ein wichtiger Mentor und Lehrer für Inon Barnatan. Derzeit lebt Inon Barnatan in New York. „A complete artist: a wonderful pianist, a probing intellect, passionately committed, and a capable contemporary-music pianist as well” (Alan Gilbert, Music Director des New York Philharmonic Orchestra). Im Internet: www.inonbarnatan.com/ 

05.06.2016

Roger Woodward

Gute Pianisten altern nicht, sie reifen – und der nahe Sydney geborene Australier Roger Woodward entstammt dem ausgezeichneten Jahrgang 1942, in dem beispielsweise Pollini und Barenboim, aber auch Elissa Virsaladze geboren wurden. Dabei sind die Erfahrungen, die Woodward in seinem musikalischen Leben gesammelt hat, so vielfältig wie bei kaum einem anderen Musiker. Sein vitales Interesse an Neuer Musik hat ihm nicht nur einen großen Ruf als Anwalt der Moderne, sondern auch eine lange Reihe von ihm zugeeigneten Werken eingebracht. So berühmte Komponisten wie John Cage, Morton Feldman, Karlheinz Stockhausen und Iannis Xenakis haben ihm Musik gewidmet. Dies ist jedoch nur eine der vielen Facetten Roger Woodwards, dessen außergewöhnlich großes Repertoire alle Epochen umfasst und der auch heute noch eine lebendige Lust am Entdecken von Musik hat. Nachdem Roger Woodward in Australien u. a. bei Sir Eugène Goossens studiert hatte, führte ihn sein Weg nach Polen, wo er beim Leschetizky-Schüler Zbigniew Drzewiecki Unterricht nahm. Bald erhielt er Einladungen von Musikern wie Luciano Berio, Olivier Messiaen, Arvo Pärt oder Swjatoslaw Richter. Seit Jahrzehnten nun ist er weltweit gefragt und hat bei rund 100 Festivals gespielt, davon neun Mal bei den London Proms. Der Kosmopolit Woodward, der in Australien zum nationalen Kulturerbe zu zählen ist, unterrichtet derzeit am Konservatorium in San Francisco. Sein Klavierspiel ist auch auf Tonträgern zu hören: Ca. 100 Aufnahmen hat Woodward vorgelegt, neben Musik für Klavier solo gelten dabei seine Interessen Werken für Klavier und Orchester und besonders auch der Kammermusik. So war er mehrmals mit so renommierten Ensembles wie dem Tokyo String Quartet und dem Arditti String Quartet in Studios. Seine Aufnahmen wurden oft mit Preisen bedacht. So erhielt eine Bach-CD 2007 den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Weiterhin wurde er mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet. Neben dem akademisch erworbenen Grad des Doktors der Musik erhielt er bisher nicht weniger als vier Ehrendoktorwürden. Roger Woodwards Interessen gelten dabei nicht nur der Musik. So engagierte er sich in der polnischen Solidarność-Bewegung. Sein bewegtes Leben hat er 2014 in seiner Autobiographie „Beyond Black and White: My Life in Music“ nachgezeichnet. „Woodward tilgt alles Historische, alles Elitäre, alles Befremdliche aus dieser Musik, er begreift Bach als Zeitgenossen von so radikalen Erneuerern wie Xenakis, Cage, Feldman, Ligeti. Keine Rückschau, keine Wehmut, keine Bildungshuberei, kein altes Europa: So viel Zukunft hatte Johann Sebastian noch nie vor sich“ (Süddeutsche Zeitung). Im Internet: www.rogerwoodward.com

03.01.2016

Neujahrskonzert des Vereins der Musikfreunde

Großes Haus

Karten