Drei Tage in der Hölle

Deutschsprachige Erstaufführung
Pavel Prjaschko
Deutsch — Stefan Schmidtke

— Eingeladen zum Kaltstart Festival 2015 —

 

Eine echte Entdeckung aus Weißrussland. (...) Mitreißend erzählt. (...) Das Staatstheater stellt den stauneswerten Text in einer sehr klugen Inszenierung vor. (...) So hat die Regisseurin den Strom der Worte und Bilder klug in den Griff bekommen. Zwischen den Tagen (und zum Verschnaufen) gibt’s ein wenig Musik – und am Ende mag sich das Publikum mehr wünschen von diesem Pavel Prjaschko, diesem gnadenlos genauen Beobachter einer verlorenen Welt. Ein Glücksfall ist das, nichts weniger - in Oldenburg.”
Deutschlandradio Kultur

„Trostloser Alltag in Minsk als bewegende Aüfführung. (...) Intensives Theater zum Nachdenken. Viel Applaus!"  Bild Bremen


In einer verdichteten Momentaufnahme zoomt Pavel Prjaschkos ,Drei Tage in der Hölle´ nah heran an den Alltag und an die Bewohner der Vororte von Minsk. Hier wird überlebt und hart gerechnet. Denn während die die Lebenshaltungskosten immer weiter steigen, stagnieren die Löhne. Ein Kilo Fleisch kostet 150 tausend weißrussische Rubel. Jeans kosten 800 tausend, im Geschäft sogar 2 Millionen 300 tausend. Eine Ultraschalluntersuchung kostet 400 tausend. Da fragt sich: Was sind Jeans gegen eine Ultraschalluntersuchung wert? Drei Tage lang begleiten wir den jungen Dima auf seinen endlosen Busfahrten und Besorgungen durch die Stadt.

Unaufgeregt, beinahe unterkühlt vermittelt der kameraartige Erzählstil die schmerzliche Banalität des in Weißrussland herrschenden, alltäglichen Schreckens. Pavel Prjaschko, der insbesondere im russischsprachigen Raum vielen als einer der bedeutendsten Dramatiker unserer Zeit gilt, wurde in Moskau bereits zwei Mal mit dem renommierten Preis goldene Maske ausgezeichnet.
Die Inszenierung der Regisseurin Elina Finkel, die ursprünglich aus der Ukraine stammt und die für dieses Projekt mit der Choreografin Tabea Martin und dem Musiker Matthias Bernhold zusammenarbeitet, spürt dieser Lebensrealität nach und macht sie in Form eines theatralen Erlebnisraumes unmittelbar erfahrbar.


Begleitend zur Produktion findet ab 30.04. die Vortragsreihe ,Diskursgewitter: Weißrussland - Wandel als Zustand’ in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt. Hier klicken und Sie gelangen zu den Terminen »

Video

Bilder

 
 

Termine

Premiere — 16.04.2015

Dauer

80 Minuten

Spielstätte

ExerzierhalleAnfahrt