Buddenbrooks

John von Düffel
Nach dem Roman von Thomas Mann

 

„Die Regie hat die Charaktere greifbar geformt und die Handlung plausibel angelegt. So funktioniert das Stück unabhängig vom Roman. Stimmig wurde das Ganze ins Heute transportiert. Ein schöner Rhythmus, fließende Übergänge und subtile Ironie krönen die Inszenierung.” (Nordwest Zeitung)

„Es sind einsame Menschen, die hier am Erbe ihrer Eltern zugrunde gehen. Versteh- und fühlbar wird diese Einsamkeit aufgrund herausragender darstellerischer Leistungen. (...) Es war großartig.” (Kreiszeitung)

„Der Fokus liegt auf den Personen. Das Drama entwickelt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Beklemmend gut gespielt. Großer Aplaus!” (BILD Bremen)


‚Buddenbrooks' ist die Geschichte über den Aufstieg und Fall einer Gruppe von Menschen, die das Blut zur Familie, das Geld aber zur Kommanditgesellschaft machte.
Johann, Tony, Gerda, Hanno, Christian und Thomas Buddenbrook — sie alle sind Verhandlungsmasse im Streben nach Reputation, Erfolg und Profit, nach dem Soll und Haben eines als Unternehmen geführten Familienclans.

„Die moderne Familie enthält im Keim nicht nur Sklaverei, sondern auch Leibeigenschaft. Sie enthält in Miniatur alle die Gegensätze in sich, die sich später breit entwickeln in der Gesellschaft und in ihrem Staat."

So beschreibt der Ökonom Karl Marx das Wesen der bürgerlichen Familie bereits Jahrzehnte vor dem Erscheinen der ‚Buddenbrooks‘ im Jahre 1901 und trifft damit unwissentlich den Kern dieses als „Verfall einer Familie" betitelten Jahrhundertromans. Frei nach dem Motto: „Blut ist dicker als Wasser, aber noch dicker ist die Druckerschwärze der Banknoten" wird hier im Namen des Kommerz in den angesehensten Häusern der Haute Volée gehandelt und geschachert, in­trigiert und hintergangen, gelogen und geheiratet. Und am Ende droht unabwendbar der Untergang des Hauses Buddenbrook. Diese skandalträchtige Rise-and-Fall-Geschichte aus dem Milieu des hanseatischen Großbürgertums war der literarische Durchbruch des damals 26-jährigen Thomas Mann und wurde bis heute in mehr als 40 Sprachen übersetzt.

Das Staatstheater nähert sich diesem großen Stoff mit einer Bühnenfassung des Autors und ehemaligen Oldenburgers John von Düffel.

 

Als flankierende Veranstaltung zur Produktion lädt der Freundeskreis am So 15. Februar, 15 Uhr, in den Spielraum unter dem Titel:

„Immer nur Buddenbrooks! Ich habe das gar nicht gern“ – Entstehung, Rezeption und Eigenleben eines Jahrhundertromans.

Ein Gespräch zwischen Dr. Birte Lipinski, Leiterin der Buddenbrook-Hauses in Lübeck und Jonas Hennicke, Schauspiel-Dramaturg am Oldenburgischen Staatstheater.

Der Eintritt ist frei.

Bilder

 

Besetzung

Regie: Peter Hailer
Bühne: Dirk Becker
Kostüme: Britta Leonhardt
Licht: Steff Flächsenhaar
Dramaturgie: Jonas Hennicke
Konsulin: Caroline Nagel
Thomas: Jens Ochlast
Christian: Leander Lichti
Grünlich: Maximilian Pekrul
Kesselmeyer: Matthias Kleinert
Permaneder: Thomas Birklein
Morton, Leutnant: Frédéric Brossier

Termine

Premiere — 07.02.2015

Dauer

180 Minuten

Spielstätte

Großes HausAnfahrt

Kurzeinführung