La dame blanche

François Adrien Boieldieu (1775 — 1834)

Opéra comique en trois actes
Libretto — Eugène Scribe
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

„Fulminante Rückkehr: „La Dame Blanche" in Oldenburg. Eine fabelhafte Inszenierung mit einer durchweg hervorragenden Leistung des Ensembles. Unter der Leitung von Vito Cristófaro kreiert das Oldenburgische Staatsorchester zwischen Folklore und lyrischen Stücken drei Stunden beschwingte Leichtigkeit, mit einer großen Nähe zum Belcanto, die sich vor allem in den Gesangspartien überdeutlich manifestiert. Kein Wunder, dass diese Musik fast ein Jahrhundert lang die Massen begeisterte.” (Kreiszeitung)

„Regisseurin Nadja Loschky macht aus der Fundsache Boieldieu einen Krimi mit eigenen Dialogen. Genau dieser Kunstgriff ist die Rettung dieses einst hitverdächtigen bürgerlichen Unterhaltungstheaters für die heutige Zeit. (...) Musik: volle drei Stunden einschmeichelnder Wohlklang. Gesamteindruck: ausgezeichnet. Großer Beifall.” (Nordwest Zeitung)


Was ist nur passiert auf Schloss Avenel? Der rechtmäßige Erbe ist spurlos verschwunden, der zwielichtige Verwalter wittert die günstige Gelegenheit, sich das Schloss mitsamt dem Grafentitel unter den Nagel zu reißen, ein unbekannter Soldat taucht auf, der im Krieg sein Gedächtnis verloren hat, und zu all dem soll auch noch die Weiße Dame gesichtet worden sein, die sich stets in äußerst schicksalsträchtigen Momenten zeigt!

Spannend wie ein Krimi ist diese Opéra comique, die zu ihrer Entstehungszeit zu den Highlights ihres Genres gehörte. Boieldieu bezieht sich in ihr auf Motive des ungekrönten Königs der englischen Schauerliteratur, Sir Walter Scott. Er erschafft selbst eine schaurig schöne
Opernstimmung, durchbricht diese aber gleichzeitig auch mit augenzwinkernder Ironie. In ihrem Ton, der einerseits an die äußerst spielfreudigen und hoch virtuosen Werke Rossinis und Donizettis erinnert, andererseits aber eben auch typisch französischen Lyrismus zeigt, war die Oper zu Lebzeiten des Komponisten ein wahrer Quotenhit, vom dem so unterschiedliche Komponisten-Größen wie Carl Maria von Weber, Rossini, Verdi und Wagner schwärmten. Gleichwohl geriet das Werk in Vergessenheit. – Höchste Zeit also, es endlich wieder aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken!

„Das ist Reiz, das ist Humor!", begeisterte sich Carl Maria von Weber, nachdem er 1826 eine Aufführung von ,La dame blanche‘ in Paris erlebt hatte.

Video

Bilder

Besetzung

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro
Regie: Nadja Loschky
Bühne: Daniela Kerck
Kostüme: Gabriele Jaenecke
Licht: Ernst Engel
Dramaturgie: Annabelle Köhler
Gaveston: Tomasz Wija
Anna: Valda Wilson
George Brown: Nicholas Tamagna
Jenny: Anna Avakian
Margarethe: Yulia Sokolik
Mac Irton: Ill-Hoon Choung
Kriminalhauptkommissarin Trippel: Karla Trippel
Assistent Dröge: Lucas Federhen

Termine

Premiere — 16.05.2015

Dauer

175 Minuten

Spielstätte

Großes HausAnfahrt

Kurzeinführung