Oldenburg ist #sichererhafen — Europa, handle jetzt!

Der Brand in Moria, das Leid, die Gewalt, die Bilder von Obdachlosigkeit, Hunger und Durst lassen uns entsetzt nach Lesbos schauen! Die wenigen Einblicke, die NGOs und Nachrichten uns bieten, zeigen eine Flüchtlingspolitik, die kaum mit unseren Europäischen Werten vereinbar scheint. Wir alle sind nun gefordert, den Worten und Zugeständnissen auch Taten folgen zu lassen und zu handeln!

Die aktuelle deutsche und europäische Politik macht eine direkte Hilfe aber selbst dort, wo sie gewollt ist, kaum möglich! Oldenburg hat bereits vor zwei Jahren die „Potsdamer Erklärung“ der Initiative „Seebrücke“ unterzeichnet und ist seither ,Sicherer Hafen‘. Mit dieser Unterzeichnung, der sich bereits 174 Städte und Landkreise angeschlossen haben, erklären diese, Flüchtende unabhängig von einem vorgegebenen Verteilerschlüssel aufzunehmen, für die Entkriminalisierung von Seenotrettung zu kämpfen und auf politischer Ebene für eine legale Aufnahmemöglichkeit von Asylsuchenden und Migrierenden zu kämpfen.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann haben am 10. September zahlreiche Stadtvertreter*innen Deutschlands einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gesandt, in dem sie fordern, nicht weiter auf eine „gesamteuropäische Lösung“ zu warten, sondern aktiv zu werden: Unsere Stadt hat Ihre Aufnahmebereitschaft mit der Selbsterklärung zum Sicheren Hafen signalisiert und fordert nun, ihren humanitären Beitrag für eine menschenwürdige Unterbringung der Schutzsuchenden in Europa leisten zu dürfen.

Wir möchten uns dieser Forderung anschließen und zeigen, dass diese Haltung keine Einzelmeinung ist! Machen Sie mit und hängen Sie die bereitgelegten Plakate sichtbar in Ihre Fenster! Lassen Sie uns gemeinsam dem offenen Brief Nachdruck verleihen und zeigen, dass die Bevölkerung der Stadt die Forderungen des Oberbürgermeisters mitträgt.

Auch finanziell können wir helfen, indem wir die Arbeit der Hilfsorganisationen vor Ort unterstützen:
www.medico.de/moria-selbstorganisation-staerken-17880/ (Unterstützung der Selbstorganisation Geflüchteter vor Ort)

www.aerzte-ohne-grenzen.de/unsere-arbeit/einsatzlaender/griechenland (Unterstützung der Arbeit von ,Ärzte ohne Grenzen‘ vor Ort)

Darüber hinaus können Sie die Arbeit der „Seebrücke“ mit Spenden unterstützen, um die politische Arbeit für einen humanitäre Migrations- und Asylpolitik zu stärken: seebruecke.org/spenden/

Plakate zum Download