23.02.2021

Begegnungen | Intersections - Ein Theater(film)projekt der Theatervermittlung des Oldenburgischen Staatstheaters

in Kooperation mit dem Bildungszentrum Technik und Gestaltung Oldenburg


„Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb […]“. Wie die beiden Königskinder in der berühmten Ballade versuchen Schüler:innen zweier unterschiedlicher Schulen im Rahmen unserer Reihe ,Schule.Spiel.Theater‘ seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 im wahrsten Sinne des Wortes beisammen zu kommen, um an einer eigenen Theaterstückentwicklung zu proben.

Bereits vor der Pandemie hatten die Schüler:innen beider Schulformen kaum Berührungspunkte, aber jetzt lassen die öffentlichen Verordnungen eigentlich gar keinen Spielraum mehr für Begegnungen und gemeinsame künstlerische Arbeit zu – es sei denn, sie finden im digitalen Raum statt. Dort ist jedoch alles anders und die einzelnen Schüler:innen werden gefordert, eigenständiger und freier zu arbeiten. Fleißig wird Probenvideomaterial ausgetauscht, Texte werden hin und her gemailt und Videobotschaften verschickt. Dabei wird schnell klar, dass sich die Fragen der Jugendlichen erstaunlich ähneln, auch wenn deren Hintergründe ganz unterschiedlich sind.

Trotz der widrigen Umstände bleiben alle Beteiligten am künstlerischen Prozess dran – als Einzelperson, als kleine Lerngruppe, im Dialog über digitale Plattformen und auch als Lehrkraft, die die Fäden zusammenhält.

Da nach dem Lockdown im November keiner mehr daran glaubte, Ende Februar in der Exerzierhalle auftreten zu können, haben die Beteiligten schnell entschieden, einen eigenen Theaterfilm zu drehen. Unterstützt wird das Projekt dabei von dem Oldenburger Filmemacher Fabian Becker, der einen ausgetüftelten Drehplan erstellte, um vom 18. - 26. Februar die verschiedenen und sehr persönlichen Mosaike, Bilder, Monologe und Texte, die bisher entstanden sind, aufzunehmen, und sie zumindest im virtuellen Raum zusammenzuführen. Mit Hilfe von Greenscreen-Technik können sogar fiktive Begegnungen erzeugt werden. Immerhin virtuell schaffen es die Schüler:innen somit, „durchs tiefe Wasser“ zu gehen und beisammen zu kommen. Die Hoffnung, sich zumindest im März das Ergebnis ihrer Arbeit gemeinsam anschauen zu können, haben die Beteiligten noch nicht aufgegeben.

Der Film ist ab dem 19. März auf unserer Homepage zu sehen.