THEATERCLUBS — KÜNSTLERISCHE THEATERPROJEKTE MIT MENSCHEN DER STADT UND DER REGION
[radikal, stürmisch, direkt]

Der Prozess des Theatermachens, "die Probe", bleibt lange der Öffentlichkeit verborgen: Hinter verschlossenen Türen proben in den Theaterclubs Menschen der Stadt und der Region in Kollektiven und suchen mit Fokus auf Körperarbeit und Improvisation nach einer eigenen Theatersprache, nachÄsthetiken des Spielens. Die Probe wird mit jedem Treffen neu geübt und improvisiert: Wie beginnt ein Probenprozess, wie wird mit Unterbrechungen umgegangen und wie wichtig sind Wiederholungen? Wie können Freiräume des Imaginierens gefunden werden - in einer Welt, die uns mehr und mehr über den Kopf wächst? Wie werden wir zu Gestalter*innen, die neue mögliche Welten erkunden und das Gegebene hinterfragen, verwerfen und neu erfinden? Proben sind intensiv: Sie bedeuten "Arbeit an sich selbst", "Arbeit und Auseinandersetzung mit den anderen" und bieten die Möglichkeit der Verwandlung und Neuinterpretation. Die Spieler*innen müssen sich stets aufs Neue der Begegnung mit den anderen stellen, sie müssen beobachten, reflektieren und lernen. Sie begeben sich in immer neueSituationen hinein, hören einander zu und fangen an, sich über die eigene Vorstellungskraftin ihnen zu bewegen. Theater entsteht ... die Probe kommt zur Aufführung, zur Ex-Position in der Exerzierhalle. Die Tür öffnet sich für einen kurzen Moment, den sich die Spielenden hart erarbeitet haben und den das Publikum hoffentlich nicht verpasst. Die neuen Theaterprojekte werden zumSpielzeitanfang in der Broschüre des Jungen Staatstheaters und hier im Detail vorgestellt.

Gipfeltreffen-Video von Till Wiebel