Independence for all

Eine Produktion der Costa Compagnie im Rahmen des Kooperationsprojekts FIGHT (FOR) INDEPENDENCE mit dem Oldenburgischen Staatstheater und dem Staatstheater Nürnberg sowie dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst
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Die Costa Compagnie fragt in dieser filmisch-journalistischen Performance: Was bedeutet Unabhängigkeit heute, wofür und von wem? Wollen wir dafür oder dagegen kämpfen? Und wie wirkt der Kolonialismus, Ursache vieler Unabhängigkeitsbewegungen, bis heute fort? Die weltweite Recherche begann in Südsudan, dem jüngsten Staat der Welt, der nach langem bewaffnetem Kampf vom Rest des Sudans unabhängig wurde und sich daraufhin in einem bis vor kurzem andauerndem Bürgerkrieg befand. Zum ehemals geplanten Zeitpunkt des Brexit ging es in das politische Chaos Großbritanniens und von dort ins beschauliche Bundesland Bayern, in dem ebenfalls eine Partei die Loslösung vom Nationalstaat Deutschland anstrebt. Die Premiere fand im Juni 2019 im Staatstheater Nürnberg statt.

Gefördert im Fonds Doppelpass der

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Pressestimmen

„Der Diskurs auf der Bühne zur Unabhängigkeitsfrage ist so komplex und beziehungsreichwie das Thema. (…) Das Publikum befindet sich im großformatigen, multimedialen Schlagabtausch mittendrin in der rasanten Dialektik. (…) Die Fragen nach dem Wert und Sinn von Autonomie und nationaler Identität in Zeiten von Globalisierung, die der Abend in seiner starken Bildsprache stellt, sind die richtigen und überaus wichtigen, auch wenn es keinenAnspruch auf Antworten gibt.“(Nürnberger Zeitung, 22.06.2019)

„Dieser Abend bietet eine Erweiterung des Dokumentartheaters mit filmischen Mitteln:Kamerateams bereisen Länder, dokumentieren dort Wirklichkeit und führen Interviews.Schauspieler wiederum geben vor diesen auf die Rückwand projizierten Filmen den Interviewten stimmliche, sinnliche und gegenwärtige Präsenz und kommentieren die Lage.Gezeigt wird so ein Dokumentarfilm, der sich dreidimensional in den Bühnenraum wölbt wie ein ausklappbares Bilderbuch. Regisseur, Rechercheur und Autor Felix Meyer-Christian schafft es mit dem Ensemble, die Zuschauer in die beobachteten Zustände eindringen zulassen (…) Das Nürnberger Experiment, das am Theater Oldenburg fortgesetzt wird, ist hier schon einmal hervorragend gelungen.“(Landshuter Zeitung / Straubinger Tageblatt, 22.06.2019)

Dieses Gastspiel findet im Rahmen des flausen+ BANDEN!-Festivals statt.

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Besetzung

Künstlerische Leitung, Text, Recherche Felix Meyer-Christian
Kamera Thomas Oswald, Philine von Düszeln
Raum, Kostüme Lydia Sonderegger
Komposition, Soundart Marcus Thomas
Programmierung, Video, Virtual Reality Erik Kundt
Videoschnitt Keren Chernizon
Dramaturgie Sascha Koelzow
Performance, Text Hauke Heumann, Lisa Mies, Raphael Rubino, Maria Walser
Assistenz Michael Königstein Stringer
Collaboration Südsudan Samir Bol, Ismail Omar
Produktionsleitung Franziska Merlo

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