Herr Puntila und sein Knecht Matti

Volksstück von Bertolt Brecht
Musik von Paul Dessau

Besser als Brecht – Am Staatstheater Oldenburg verpasst Maria Viktoria Linke Brechts Volksstück „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ eine gehörige Portion Feminismus. Und das tut ihm ausgesprochen gut.“ (taz)

Herr Puntila ist ein richtig dufter Typ. Ein Philanthrop. Ein Menschenfreund. Er liebt seine Tochter. Er liebt seine Arbeiter und er liebt seinen schönen finnischen Wald. Doch wehe, wenn er nüchtern wird! Ohne den wohlig alkoholischen Schleier des Aquavit wird der Mensch zur Bestie. Dann verheiratet er seine Tochter, schlägt die Arbeiter und verkauft den Wald, als ob es ein Morgen gäbe. Demgegenüber sein bauernschlauer Knecht Matti: Gewitzt unternimmt er allerlei Tricks, seinem Herrn selber Herr zu werden und sucht dabei vergebens den richtigen Menschen im falschen. Der Schriftsteller Bertolt Brecht schrieb diese Komödie 1940 während seines finnischen Exils auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus. Als Vorlage dienten ihm hierbei Texte seiner Gastgeberin, der Dichterin Hella Wuolijoki. Zusammen mit ihr entwarf er ein märchenhaftes Volksstück über die unmögliche Freundschaft zweier Männer, die das Schicksal an den gegenüberliegenden Enden der gesellschaftlichen Nahrungskette als Feinde geboren hatte.

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Besetzung

Regie: Maria Viktoria Linke
Bühne und Kostüme: Julia Plickat
Musikalische Leitung: Johannes Mittl
Licht: Sofie Thyssen
Dramaturgie: Jonas Hennicke
Matti: Klaas Schramm
Der Attaché/Das Kuhmädchen/Der Kümmerliche: Tobias Schormann
Der Probst/Die Schmuggleremma: Nientje C. Schwabe
Laina/Die Telefonistin: Fabian Kulp
Der Richter/Der Rote Surkalla/Das Apothekerfräulein: Jens Ochlast/ Pirmin Sedlmeir
Der Pianist: Johannes Mittl

Termine

Premiere — 23.11.2019

Dauer

135 Minuten

Gesamtdauer ca. 2 Stunden 15 Minuten, inkl. Pause nach 70 Minuten

Spielstätte

Kleines Haus Anfahrt

QUERGEDACHT — Was Sie dazu auch interessieren könnte:
Jan Knopf: ‚Bertolt Brecht — Lebenskunst in finsteren Zeiten: Biografie‘, Kapitel: ‚Weiterreise in den Sternen: finnische Sommernächte.‘ (Biografie, 2012)
Anne Kunze: ‚Die Schlachtordnung‘ (Artikel aus Die Zeit Nr. 51/2014, www.zeit.de)

Kurzeinführung