Draußen vor der Tür

von Wolfgang Borchert

Ein Mann kehrt zurück – nach Deutschland. Im Krieg hat er alles verloren: Eltern, Hoffnung, Würde, Anstand – nicht einmal ein Vorname ist ihm geblieben. Beckmann. Unteroffizier Beckmann heißt er nun für immer.
Nur brauchen kann ihn keiner mehr. Selbst die Elbe will ihn nicht haben. So trottet Beckmann durch die Ruinen seiner Heimatstadt, auf der Suche nach jemandem, dem er die Verantwortung zurückgeben kann. Die Verantwortung für die Elf, die fielen, und die Abermillionen, die gefällt wurden, in Gruben, Lagern, Schützengräben.
Doch auch die will niemand haben: nicht Frau Kramer, nicht der Oberst, nicht der General mit dem Knochenxylophon. Sie alle arbeiten geschäftig am Aufbau eines Morgen, an dessen blutigem Gestern Beckmann beständig zu ersticken droht. Mit verhärmter Sprache, hart, ungelenk und stolpernd, zeichnet Wolfgang Borchert das Porträt einer ganzen Generation von Männern, die als Menschen gingen und als Täter wiederkamen.
Was ,In Stahlgewittern‘ anfing, endet nun ,Draußen vor der Tür‘ mit der bangen Frage, was hinter diesen Türen wartet.
Die Regisseurin Luise Voigt nähert sich diesem zentralen Werk der europäischen Theatergeschichte, wie bereits in ihrer vorjährigen Arbeit ,1984‘, mit einer Installation aus Klang, Video, Schauspiel und Raum.

Besetzung

Regie: Luise Voigt
Ausstattung: Maria Strauch
Musik: Dani Catalan
Licht: Arne Waldl
Dramaturgie: Jonas Hennicke
Beckmann: Fabian Kulp
ein Mädchen u.a. : Rebecca Seidel
Ein Oberst, die Elbe: Ksch. Thomas Lichtenstein
Ein Kabarettdirektor u.a.: Jens Ochlast
Frau Kramer u.a.: Nientje C. Schwabe
Der Einbeinige u.a.: Manuel Thielen
Beerdiungsunternehmer: Dani Catalan
Der Andere: Anton Thyssen/Jonathan Schwanke

Termine

Premiere — 04.09.2020

04.09. 20.00 Uhr
Derzeit ausverkauft
06.09. 18.00 Uhr
09.09. 20.00 Uhr
12.09. 20.30 Uhr
19.09. 18.30 Uhr
27.09. 18.30 Uhr

Spielstätte

Kleines HausAnfahrt