Draußen vor der Tür

von Wolfgang Borchert

 

„Trümpfe ihrer [Luise Voigt] Inszenierung sind ein symbolisches Setting und die gefühlsbetonte Darstellungswucht von Fabian Kulp, […] Dieses zeitlos Anklagende erfahrbar zu machen, das Stück als Drama vereinzelt Verlorener zu zeigen: Zum Saisonauftakt in Oldenburg gelingt das beeindruckend gut.“ (taz)

„Die knapp zweistündige Konfrontation mit Tod und Fäulnis hätte keinen besseren Zeitpunkt finden können, um nach langer Zwangspause als Premiere im Oldenburgischen Staatstheater triumphal Einzug zu halten … Der rauschende Applaus des Publikums im Kleinen Haus war das wichtige Zeichen einer lebensbejahenden Gesellschaft zum Theater.“
(NWZ)

Ein Mann kehrt zurück – nach Deutschland. Im Krieg hat er alles verloren: Eltern, Hoffnung, Würde, Anstand – nicht einmal ein Vorname ist ihm geblieben. Beckmann. Unteroffizier Beckmann heißt er nun für immer.Nur brauchen kann ihn keiner mehr. Selbst die Elbe will ihn nicht haben. So trottet Beckmann durch die Ruinen seiner Heimatstadt, auf der Suche nach jemandem, dem er die Verantwortung zurückgeben kann. Die Verantwortung für die Elf, die fielen, und die Abermillionen, die gefällt wurden, in Gruben, Lagern, Schützengräben.Doch auch die will niemand haben: nicht Frau Kramer, nicht der Oberst, nicht der General mit dem Knochenxylophon. Sie alle arbeiten geschäftig am Aufbau eines Morgen, an dessen blutigem Gestern Beckmann beständig zu ersticken droht. Mit verhärmter Sprache, hart, ungelenk und stolpernd, zeichnet Wolfgang Borchert das Porträt einer ganzen Generation von Männern, die als Menschen gingen und als Täter wiederkamen.Was ,In Stahlgewittern‘ anfing, endet nun ,Draußen vor der Tür‘ mit der bangen Frage, was hinter diesen Türen wartet.Die Regisseurin Luise Voigt nähert sich diesem zentralen Werk der europäischen Theatergeschichte, wie bereits in ihrer vorjährigen Arbeit ,1984‘, mit einer Installation aus Klang, Video, Schauspiel und Raum.

 

 

Video

Bilder

 

Besetzung

Regie: Luise Voigt
Ausstattung: Maria Strauch
Musik: Dani Catalan
Licht: Arne Waldl
Dramaturgie: Jonas Hennicke
Beckmann: Fabian Kulp
ein Mädchen u.a. : Rebecca Seidel
Ein Oberst, die Elbe: Ksch. Thomas Lichtenstein
Ein Kabarettdirektor u.a.: Jens Ochlast/ Torge Cramer
Frau Kramer u.a.: Nientje C. Schwabe
Der Einbeinige u.a.: Rajko Geith/ Manuel Thielen
Beerdiungsunternehmer: Dani Catalan
Der Andere: Anton Thyssen/Jonathan Schwanke

Termine

Premiere — 04.09.2020

27.09. 18.30 Uhr
Derzeit ausverkauft
11.10. 19.00 Uhr
Derzeit ausverkauft
16.10. 20.30 Uhr
Derzeit ausverkauft
27.10. 20.00 Uhr
Derzeit ausverkauft

Dauer

105 Minuten

Gesamtdauer
ca. 1 Stunde, 45 Minuten
Keine Pause

Spielstätte

Kleines HausAnfahrt