Der Sandmann

nach E. T. A. Hoffmann
Fassung von Fabian Kulp und Kevin Barz

„[Kulps] Leistung ist so überzeugend, dass sich der Betrachter nicht sicher sein kann, ob der Schauspieler nicht bleibende Schäden davonträgt.“ (NWZ)

Etwas Entsetzliches ist in Nathanaels Leben getreten. Schwermut und Verzweiflung ergreifen Besitz von ihm angesichts dieses Schreckgespenstes aus der Vergangenheit: Der Sandmann ist wieder da. Schon seit seinen Kindertagen, wenn der unwillkommene Gast mit schweren Schritten die Stufen zur heimatlichen Stube hinaufgepoltert kam, waren Nathanael Leichtsinn und Freude genommen. Nun, viele Jahre später, ist er zurück. Seine Verlobte Clara hält ihn für verrückt, nur in der rätselhaften Olimpia scheint er eine Verbündete zu finden.Während man Claras vernünftiger Argumentation folgen möchte, der Sandmann sei nur eine Einbildung und existiere lediglich im Geiste ihres Verlobten, wird man sogleich von Nathanaels Verzweiflung und erzählerischer Kraft mitgerissen. Übernatürlichkeit und Rationalität stehen sich unversöhnlich gegenüber in E. T. A. Hoffmanns Schauermärchen, das tief in die Abgründe der menschlichen Seele blickt.

 

 

Bilder

 
 

Besetzung

Szenische Einrichtung: Kevin Barz
Musik: Kevin Barz
Licht: Sofie Thyssen
Dramaturgie: Anna-Teresa Schmidt

Termine

Premiere — 24.09.2020

04.12. 19.30 Uhr
VVK ab: 03.11.

Dauer

60 Minuten

Spielstätte

Großes HausAnfahrt