Dead Man Walking

Jake Heggie (*1961)

Oper in zwei Akten
Libretto von Terrence McNally
nach dem gleichnamigen Buch von Sister Helen Prejean
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln 

Kihun Yoon ist ein bärenstarker Joseph de Rocher, der seinen Heldenbariton facettenreich bis hin zum expressiven Schrei einsetzt [...]" (Opernglas)

„Die Produktion gewinnt ihre starke Wirkungsmacht durch die überwältigende Präsenz aller Sängerdarsteller. [...] Die Grundfarbe der Musik wechselt zwischen einem leicht verständlichen Parlando-Stil und emotional hochfahrendem Orchestersound, was jeweils die situative und emotionale Situation treffend schildert." (omm.de)

Beeindruckend ist das Dirigat von Carlos Vázquez, das die außergewöhnliche Partitur in all ihrer Schroffheit und Brutalität zeigt. Er entfacht im Graben [...] ein wahres Klangfeuerwerk, gesteht jeder zitierten Musikrichtung ihr Existenzrecht zu und verwebt die einzelnen Stile zu einem großen, imposanten Ganzen. Der glänzend disponierte Chor, von Markus Popp betreut, tut sein Übriges, damit es ein pefekter Abend wird." (deropernfreund.de)

„[...] die Regisseurin Olivia Fuchs hat großartige Arbeit abgeliefert" (radiobremen.de)

Dass Melanie Lang in Oldenburg immer auf hohem Niveau spielt und singt, weiß der regelmäßige Opernbesucher. Dass sie die Riesenpartie der Helen aber mit einer so starken Kondition und gesanglich so souverän durchhielt, verdient Respekt." (Kreiszeitung)

Die im Jahr 2000 an der San Francisco Opera uraufgeführte Oper ‚Dead Man Walking‘ zählt zu den meistgespielten zeitgenössischen Musiktheaterwerken in den USA. Jake Heggies stark von sinfonischer Filmmusik geprägte Komposition kombiniert traditionelle musikalische Opernformen wie Arie und Ensemble mit Blues- und Gospelzitaten und entwickelt einen suggestiven Sog, der einen intuitiven und emotionalen Zugang zu einer aufwühlenden Geschichte ermöglicht: Die Ordensschwester Helen Prejean besucht den Vergewaltiger und Mörder Joseph „Joe“ De Rocher in seiner Todeszelle und verspricht ihm, ihn als Seelsorgerin bei seinem letzten Gnadengesuch und schließlich bis zu seiner Hinrichtung zu begleiten. Für Helen wird dieses Versprechen zur qualvollen Zerreißprobe: Die Begegnungen mit Joseph, seiner Familie und den Angehörigen der Opfer bringen sie nicht nur an ihre psychischen und physischen Grenzen, sondern lassen sie auch ihre religiösen und ethischen Überzeugungen gänzlich in Frage stellen. ‚Dead man walking‘ – In US-amerikanischen Gefängnissen begleitete dieser Ausruf der Wärter den letzten Gang eines zum Tode verurteilten Häftlings von seiner Todeszelle zum Hinrichtungsraum. 1993 wurde die Redewendung zum Titel eines Buches der Nonne Helen Prejean, die als Seelsorgerin Todeskandidaten betreut. In ihren Aufzeichnungen beschreibt sie ihre Erfahrungen mit den Häftlingen des Todestraktes und stellt die Frage nach der moralischen Vertretbarkeit der Todesstrafe und thematisiert auch den generellen Umgang mit Schuld, Strafe und Vergebung. Dieses Buch diente bereits 1995 als Vorlage für den gleichnamigen Film – mit Sean Penn und Susan Sarandon, die für ihre Darstellung der Helen Prejean einen Oscar gewann.

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Besetzung

Musikalische Leitung: Carlos Vázquez/ Felix Pätzold
Inszenierung: Olivia Fuchs
Bühne: Jamie Vartan
Kostüme: Zahra Mansouri
Licht: Arne Waldl
Rock'n'Roll Choreografie: Yoko El Edrisi
Einstudierung Chor: Markus Popp
Einstudierung Kinderchor: Thomas Honickel
Dramaturgie: Christina Schmidl
Sister Helen Prejean: Melanie Lang
Joseph De Rocher: Kihun Yoon
Mrs. Patrick De Rocher: Ann-Beth Solvang
Sister Rose: Martyna Cymerman
George Benton: Henry Kiichli
Father Grenville: Sandro Monti
Kitty Hart: Martha Eason
Owen Hart: Stephen K. Foster
Jade Boucher: Erica Back
Howard Boucher: Timo Schabel
Motorradpolizist: Logan Rucker
Erste Gefängniswache: Andreas Lütje
Zweite Gefängniswache: Alwin Kölblinger
Älterer Bruder: Jong-Seong Kim
Sister Catherine: Daniela Köhler
First Mother: Ute Biniaß
Sister Liliane: Annekatrin Kupke
Mrs. Charlton: Edwina Treptow
Anwaltsgehilfin: Maaike Poorthuis
Opernchor und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters
KlangHelden Jugendchor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester

Termine

Premiere — 23.03.2019

Spielstätte

Großes HausAnfahrt

Kurzeinführung