Cristina, Regina di Svezia

Jacopo Foroni (1825 — 1858)

Oper in drei Akten
Libretto — Giovanni Carlo Casanova
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Deutsche Erstaufführung

 

Nicht erst die Hollywood-Industrie des 20. Jahrhunderts mit der legendären Greta Garbo interessierte sich für Königin Christine von Schweden. Vielmehr stand die charismatische Monarchin bereits im 19. Jahrhundert im Zentrum eines Ränkespiels um Liebe und Macht auf der Opernbühne.
Ihr Schöpfer Jacopo Foroni ist heute leider nahezu vergessen. Damals jedoch galt der junge Italiener als eines der vielversprechendsten Operntalente, das – hätte die Cholera seinem Leben nicht viel zu früh ein jähes Ende gesetzt – durchaus dem großen Verdi ein gefährlicher Konkurrent hätte werden können.
Foronis Oper spielt wenige Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg. Doch weniger als die historischen Verhältnisse bilden Liebe, Zurückweisung und Eifersucht den Kern dieses dramatischen Bühnenwerkes. Königin Christine liebt Gabriel de la Gardie, dieser jedoch hat allein Gefühle für Königin Christines Cousine Maria, die wiederum von Erik, dem Sohn des Kanzlers, umworben wird. Königin Christine lässt all ihre Macht spielen und muss letztendlich doch ohnmächtig zusehen, wie ihr alles entgleitet, so dass sie abdankt.
Foroni hatte im Jahr 1848 am Aufstand in Mailand teilgenommen und sich anschließend nach Schweden in Sicherheit gebracht, wo er als Dirigent einer italienischen Operntruppe wirkte. 1849 erlebte seine Oper ‚Cristina, regina di Svezia‘ dort ihre umjubelte Uraufführung, die dazu führte, dass Foroni als Chefdirigent an die Königliche Oper berufen und in den folgenden Jahren zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten des schwedischen Musiklebens wurde. Ebenso wie ihr Schöpfer geriet auch die Oper viel zu schnell in Vergessenheit. 2007 wurde sie beim Vadstena Summer Opera Festival erstmals wieder aufgeführt und 2013 beim Wexford-Festival als Entdeckung des Jahres gefeiert. Das Oldenburgische Staatstheater zeigt nun die deutsche Erstaufführung dieses grandiosen Werkes. 

Video

Bilder

Besetzung

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro
Regie: Michael Sturm
Bühne und Kostüme: Stefan Rieckhoff
Dramaturgie: Annabelle Köhler
Cristina: Helena Dix
Maria Eufrosina: Melanie Lang/ Yulia Sokolik
Oxenstierna: Ill-Hoon Choung
Erik: Timo Schabel
Gabriele de la Gardie: Paulo Ferreira
Carlo Gustavo: Daniel Moon
Arnold Messenius: Tomasz Wija
Voce interna: Anna Avakian
Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters u.a.

Termine

Wiederaufnahme — 18.08.2016

Dauer

170 Minuten

Spielstätte

Großes HausAnfahrt