Bella Italia - Unerhörtes aus der Welt des italienischen Liedes

Eine Reise nach Italien – Wein, Pasta und ein bisschen dolce vita ­­– was wäre das schön. Mit unserem Liederabend „Bella Italia“ bringen wir eine musikalische Reise in den sonnigen Süden in Ihr Wohnzimmer. Auf diesem Ausflug durch vier Jahrhunderte Musikgeschichte führen wir durch vertraute Klassiker und unbekannte Schätze, die viel bekannter sein sollten.

Das Musikprogramm reicht von der italienischen Oper bis hin zu populären Volksmelodien, die in besonderem Bezug zu Bella Italia stehen. Am 19. März laden Lada Kyssy, Jason Kim und Kihun Yoon aus unserem Opernensemble und unser 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD Vito Cristofaro auf die Reise in den sonnigen Süden ein.

Sie können es gar nicht abwarten, in die Welt des italienischen Liedes einzutauchen? Wir haben hier einige Fakten zusammengestellt, die Ihnen kein Liedführer verrät. Haben Sie diese verinnerlicht, knacken Sie unter Garantie jede Millionenfrage!

Wussten Sie schon, ...

… dass Verdi selbst eine corona-taugliche Kurz-Version seines ‚Rigoletto‘ schrieb?

Sein Lied ‚La seduzione‘ (‚Die Verführung‘) hatte bereits 1839 – und damit zwölf Jahre vor der Uraufführung der Oper – all das zu bieten, was uns bis heute die Tränen der Rührung ins Auge treten lässt: Ein unschuldiges, engelsgleiches Mädchen, das – vom Geheimnis der Liebe übermannt – dem erstbesten Hallodri zum Opfer fällt. Wofür Verdi auf der Opernbühne zwei Stunden braucht, schaffte er im Lied in nur dreieinhalb Minuten! (Zugegeben, der Verführer singt in der Oper auch ein bisschen viel … Im Lied kommt er gar nicht zu Wort!)

… dass Rossini den Bolero noch mehr liebte als Ravel?

Zumindest darf man das vermuten, denn weshalb hätte er den feurigen Tanz sonst dreimal so oft vertont wie sein Kollege? Woran der passionierte Feinschmecker bei seinem ‚Boléro tartare‘ für Klavier solo wohl dachte, müsste noch fachkundig erforscht werden. Bei seinen beiden Gesangsversionen liegen die Verhältnisse etwas klarer: Einmal sehnt „sie“ sich nach ihrem Liebsten, einmal trauert „er“ der untreuen Geliebten nach. Also mal wieder „ganz große Oper“ – im Miniaturformat! Welche Version Sie bei unserem Liederabend erwartet, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.

... dass die populäre neapolitanische Canzone gar nicht so eingängig ist, wie man vielleicht meint?

Zumindest nicht für norditalienische Startenöre! Denn wie aus Insider-Kreisen zu vernehmen ist, soll der große L. P. aus Modena am süditalienischen Dialekt derselben gewaltig zu knabbern gehabt haben. Gut, dass er sich durchgebissen hat, denn sein Album ‚Passione‘ (‚Leidenschaft‘ … Was sonst?!) erfreute daraufhin die Canzonen-Liebhaber in aller Welt – von Rumänien bis nach Venezuela. Bei uns dürfen die mitreißenden neapolitanischen Lieder natürlich auch nicht fehlen! Dabei schätzen wir uns glücklich, das Sprachcoaching (wie auch die Klavierbegleitung des Liederabends) bei unserem stellvertretenden GMD Vito Cristofaro, geboren im kalabrischen Catanzaro, in besten Händen zu wissen.

Video

Besetzung

Sopran: Lada Kyssy
Tenor: Jason Kim
Bariton: Kihun Yoon
Klavier: Vito Cristofaro

Termine

Freitag, 19. März 2021, ab 20 Uhr