Telse Hahmann

Telse Hahmann kommt aus Marburg. Sie studierte Skandinavistik, Neuere Deutsche Literatur und Politische Wissenschaften an den Universitäten in Hamburg und in Uppsala (Schweden) als Stipendiatin des DAAD. Ihre Magisterarbeit verfasste sie zum Thema „Dramaturgische Stilmittel in den Schauspielen von Jonas Gardell“. Zwölf Jahre lang war sie als Dramaturgin für das Hamburg Ballett – John Neumeier tätig und baute dort auch die Jugendarbeit mit auf. (Das Jugendtanzprojekt „Focus on YOUth“ wurde in der Sparte Tanz ausgezeichnet beim KINDER ZUM OLYMP!-Schulen kooperieren mit Kultur-Wettbewerb 2007 der Kulturstiftung der Länder in Zusammenarbeit mit der Deutsche Bank Stiftung). Als Produktionsdramaturgin betreute sie abendfüllende Handlungsballette, sinfonische und auch neoklassische abstrakte Choreografien. Außer mit John Neumeier arbeitete sie u.a. mit Choreografen und Tanzschaffenden wie Mats Ek (für dessen Fassung von „Dornröschen“ sie die Texte schrieb), Jirí Bubenícek, Christopher Wheeldon, Natalia Makarova, Alexander Grant. Sie betreute die Hamburger Version der Ausstellung „Nijinsky – Tanzlegende und Visionär“ im Museum für Kunst und Gewerbe, die im Jahr 2000 zuerst im Dansmuseet Stockholm und anschließend im Pariser Musée d'Orsay gezeigt wurde. Außerdem konzipierte und textete sie eine Ausstellung über das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, die 2001 in der Laeiszhalle gezeigt wurde. Auch in ihrer Familienphase bleib sie dem Hamburg Ballett als Redakteurin und Layouterin mehrerer Publikationen für die Compagnie und die Ballettschule verbunden. In den letzten vier Spielzeiten war Telse Hahmann Gast-Dramaturgin beim Ballett Kiel und unterstützte den Chefchoreografen Yaroslav Ivanenko bei seinen Versionen der Ballettklassiker „Schwanensee“, „Dornröschen“, „Romeo und Julia“ und „Coppélia“. Seit Beginn der Spielzeit 2017/18 ist sie persönliche Assistentin des Ballettdirektors Antoine Jully und Dramaturgin für die BallettCompagnie Oldenburg.