Muriel Boulay

Muriel Boulay begann bereits im Alter von 3 Jahren in Paris Rhythmische Gymnastik zu trainieren und bald darauf auch Ballett. 1965 wurde sie in die Ballettschule der L‘Opéra National de Paris aufgenommen und trat in der TV-Serie ‚L’Age Heureux‛ über die Ausbildung an der Opernballettschule auf. 1970 engagierte sie Félix Blaska ans Théâtre de la Ville in Paris und kreierte mit ihr u.a. ‚Tam Tam et Percussion‛. Als Solistin der Ballets Blaska tanzte sie auch auf internationalen Tourneen und trat mit Musikern wie Jean-Pierre Drouet, Katia und Marielle Labèque und Michel Portal auf. 1973 tanzte sie beim Ballet du Rhin, im folgenden Jahr beim Théâtre du Silence von Brigitte Lefèvre und Jacques Garnier und 1975 beim Ballet-Théâtre Joseph Russillo. 1978 trat sie auf Einladung von Milko Sparemblek, Direktor des Ballet de l’Opéra de Lyon beim Sommerfestival in Lyon auf und wurde anschließend als Erste Solistin engagiert. Sie tanzte in Balletten von Maryse Delente, Maguy Marin, Vittorio Biaggi, Gigi Caciuleanu, Germinal Casado, François Guilbard, Milko Sparemblek, Gray Veredon und Hideyuki Yano. Bei der Eröffnung des Maison de la Danse in Lyon 1980 war sie in Dominique Bagouets ,Chansons de nuit‛ zu sehen. Sie übernahm die Rolle des Bauern in ,Der grüne Tisch‛ von Kust Joos und war Solistin in ,Fünf Tangos‛ von Hans van Manen. 1986 begeisterte sie sich so für Modern Dance, dass sie das Ballet de Lyon verließ und ein Engagement bei der Groupe Emile Dubois von Jean-Claude Galotta antrat. Sie war an zahlreichen Produktionen wie ,Mammame‛, ,Les Louves et Pandora‛ und ,Die Legende von Romeo und Julia' beteiligt. Außerdem trat sie in mehreren Spielfilmen auf. Nach 20 Jahren als Tänzerin wurde sie Ballettmeisterin, 1992 zunächst für die Jugendcompany am Konservatorium in Lyon während der Direktion von Philippe Cohen, später unter Jean-Claude Ciappra. 2005 wurde sie auch Ballettpädagogin. Seit 2012 ist sie Gastballettmeisterin bei drei Compagnien, der Groupe Emile Dubois von Jean-Claude Gallotta, den Ballets Preljocaj und der DCA Company von Philippe Découflé.