Michael Kupfer-Radecky

Der gebürtige Ravensburger studierte am Salzburger Mozarteum und wurde anschließend in das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper aufgenommen, wo ihn u. a. Kammersängerin Astrid Varnay unterrichtete. Sein Operndebüt hatte er als Schwarzer in Aribert Reimanns ‚Schloss’ (Regie: Willy Decker) bei den Münchner Opernfestspielen 1995. Am Theater Koblenz trat er 1997 sein erstes Festengagement an, war anschließend Ensemblemitglied des Stadttheater Bremerhaven und der Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach und machte sich dann selbständig. Er gewann zahlreiche Preise und war u. a. Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes und der „Freunde der Bayerischen Staatsoper München e. V.“. Das Fachmagazin „Opernwelt“ nannte Michael Kupfer-Radecky in der Rückschau 2009 als „besten Nachwuchssänger der Saison“.

Der Bariton musizierte unter der Leitung von Dirigenten wie Ingo Metzmacher, Marek Janowski, Marcello Viotti, Paul Daniels und Markus Stenz. Begleitet wurde er dabei von Orchestern wie dem BBC Symphony Orchestra, dem Bayerischen Staatsorchester, den Münchner Symphonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Rundfunkorchester des BR und dem Rotterdam Philharmonisch Orkest. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Dirigenten und Regisseur Gustav Kuhn, dem Leiter der Tiroler Festspiele in Erl, bei denen er seit 2000 regelmäßig auftritt.  In jüngerer Zeit hatte Kupfer-Radecky besonders große Erfolge als Jochanaan (‚Salome’) in Klagenfurt, an der Deutschen Oper Berlin und in Stockholm sowie als Faninal (‚Der Rosenkavalier’) an der Deutschen Oper, am Bolschoi Theater Moskau und in Peking.

Neben seinem Engagement in der Oper pflegt der Künstler nicht nur ein breites Konzert-, sondern auch Liedrepertoire und interpretiert die großen Liedzyklen wie ‚Die Winterreise’, ‚Die schöne Müllerin’ und die ‚Dichterliebe’ auf Konzertbühnen in Japan, Italien, Deutschland und Österreich. Zuletzt erschien eine CD mit Schuberts ‚Winterreise’, begleitet von Margarita Oganesjan am Klavier.

Im Wagnerfach feierte Kupfer-Radecky im April 2017 mit Hans Sachs (‚Die Meistersinger’) sein erfolgreiches Debüt an der Mailänder Scala. Er sang Kurwenal (‚Tristan und Isolde’) beim Wagner-Festival in Wels, ‚Rheingold’-Wotan u. a. unter Valery Gergiev am Mariinsky Theater in St. Petersburg, in Tokyo und in São Paulo/Brasilien. Nachdem er als ‚Walküre’-Wotan schon in Budapest und bei den Tiroler Festspielen in Erl auf der Bühne stand, gibt er mit dieser Partie in der Spielzeit 2017/18 nun sein Debüt am Oldenburgischen Staatstheater.   

 

In der aktuellen Spielzeit ist Michael Kupfer-Radecky zu erleben in:

Die Walküre