Christoph Pohl

Christoph Pohl sammelte erste Erfahrungen im Knabenchor seiner Heimatstadt Hannover, bevor er acht Jahre lang als Mitglied des erfolgreichen A-cappella-Quintetts „Modell Andante“ auf der Bühne stand. Bereits während dieser Zeit nahm er sein Studium des Operngesangs bei Carol Richardson-Smith an der Hochschule für Musik und Theater Hannover auf. Es folgte ein zweijähriges Engagement im Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper, das 2005 mit seinem Wechsel in das Ensemble der Semperoper Dresden abgeschlossen wurde. An der Semperoper Dresden ist er seitdem u. a. in den Mozart-Partien Papageno (‚Die Zauberflöte‘), Guglielmo (‚Così fan tutte‘) und Conte d’Almaviva (‚Le nozze di Figaro‘) zu erleben, als Danilo (‚Die lustige Witwe‘) und Graf (‚Capriccio‘), in den Wagner-Rollen Wolfram (‚Tannhäuser‘) und Heerrufer des Königs (‚Lohengrin‘) sowie im italienischen Fach als Marcello (‚La bohème‘), Dandini (‚La cenerentola‘), Figaro (‚Il barbiere di Siviglia‘), Rodrigo (‚Don Carlo‘), Sharpless (‚Madama Butterfly‘), Silvio (‚Pagliacci‘) und Lescaut (‚Manon Lescaut‘). Große Erfolge konnte der Bariton 2012 als Schwanda in ‚Švanda dudák/Schwanda, der Dudelsackpfeifer‘ verbuchen, ebenso wie 2014 in seinen Rollendebüts Giorgio Germont (‚La traviata‘) und Der Spielmann (‚Königskinder‘). 2016 sang er erstmals Eugen Onegin in einer Neuproduktion der Semperoper und 2017 folgt sein lang erwartetes Debüt als Don Giovanni. 

Gastengagements im Opernfach führten den Bariton u. a. an die Deutsche Oper Berlin, die Oper Leipzig, die Staatsopern in Stuttgart, Hamburg und München sowie als Agamemnon/Thoas (‚Iphigénie en Aulide et Tauride‘) und zuletzt als Titelheld in Antonio Salieris ‚Falstaff‘ an das Theater an der Wien. An der Opéra de Lyon übernahm er 2013 die Partie des Grafen in ‚Capriccio‘ und debütierte im selben Jahr als Wolfram bei den BBC Proms in London. 2015/16 gab Christoph Pohl sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London in Georg Friedrich Haas’ Uraufführung ‚Morgen und Abend‘ und war mit dieser Partie auch an der Deutschen Oper Berlin zu erleben. Die Saison 2016/17 führt ihn außerdem als Wolfram (‚Tannhäuser‘) an das Teatro La Fenice in Venedig.

Neben der Oper geht Christoph Pohl seiner Leidenschaft für das Lied bei zahlreichen Liederabenden und Festivals nach. So war er u. a. mit dem Pianisten Tobias Krampen 2014 beim Steensgaard Festival Dänemark zu erleben und interpretierte 2015 ‚Die Winterreise‘ in Köln, während ihn Liederabende mit Marcelo Amaral zum Oxford Lieder Festival, ins Musée d’Orsay Paris und mit dem ‚Italienischen Liederbuch‘ u. a. zur Internationalen Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart führten. Seine Diskographie beinhaltet neben zahlreichen Rundfunkmitschnitten Lieder von Liszt, Mahler, Pinzetti und Rihm mit Tobias Krampen. Im Mai 2017 gibt Christoph Pohl sein Liederabend-Debüt in der Wigmore Hall London.

 

In der Spielzeit 16/ 17 ist Christoph Pohl zu erleben in:

Meisterkurs mit Christoph Pohl
Liederabend ‚Also spiegle du in Liedern, was die Erde Schönstes hat’