Titanic

erinnert, erdacht und erlogen von Robert Gerloff und Jonas Hennicke
großzügig orchestriert von Hajo Wiesemann

Uraufführung


„Das munter aufspielende Ensemble zeigt sich mit einem feinen Mix aus Tanz, Spiel und Gesang als wahres Multitalent.” (
Kreiszeitung)

„Die Uraufführung (...) ist voll mit wunderbaren, schrägen, klugen Szenen. Alles wird so charmant garniert, dass man jeden Grenzgang ins Alberne verzeiht und genießt – bis zum großen Spaß der letzten Minuten, der hier nicht verraten wird. (...) Das Ensemble spielt wie aus einem Guss. (...) In dieses Stück könnte man glatt zweimal gehen.” (Nordwest Zeitung)


34 Tonnen Fleisch, 40.000 frische Eier, 450 Kilogramm Kuchen, 2.000 Liter Eiscreme, 36.000 Orangen, 200 Fässer Mehl, 2.700 Kilo Butter, 800 Bund Spargel, 20.000 Flaschen Bier, 1 Tonne Erbsen, 1.500 Kristallteller, 4 Kisten Opium, 1.200 Kaffeekannen, 5 Steinway-Stutzflügel, 300 Bordeauxkaraffen, 2.000 Salzstreuer, 15 Körbe Kaninchenfell, 1.000 Handschalen, 8.000 Dinnergabeln, 300 Nussknacker, 400 Spargelzangen, 100 Traubenscheren, 1.000 Austerngabeln, 4.000 Tonnen Kohle, 50 Kisten Zahnpasta, 1.500 Flaschen Wein, 45.000 Servietten, 3.500 Handtuchrollen, 4.000 Schürzen, ein automatischer Marmeladenkocher, 15.000 Polsterüberzüge, ein Dudelsack, 10.000 Glühbirnen, 800 Steppdecken, 400 Obstschalen, eine halbe Tonne Marmelade, drei 15-Tonnen Anker, 2.700 Liter Kondensmilch, 76 Kisten Drachenblut-Baumharz, drei Millionen Stahlnieten, ein Fass Erde, elf Ballen Gummi, eine fabrikneue Renault-Limousine und 1.514 Personen der Passagier- und Mannschaftsliste ruhen seit dem 15. April 1912 auf dem Boden des Atlantik südöstlich vor Neufundland.

Der Untergang der RMS Titanic ist eine der großen, symbolischen Schlüsselkatastrophen des 20. Jahrhunderts. Daher sind auch und gerade in der Kunst Nachwirkungen dieses Ereignisses bis heute zu spüren. Egal ob in der Babelsberger Propagandaschmiede eines Joseph Goebbels, den Verschwörungstheorien der Neuzeit, in tausenden Büchern und Dokumentationen oder bei Di Caprios „Ich bin der König der Welt!“ – immer feierte man ihre Havarie in epischer Breite. Die Titanic, die schon in der Realität von enormer Größe war, wurde als Symbol noch weiter überhöht – als moderner Turm zu Babel, als Spiegelbild der Klassenkämpfe, als menschliche Hybris wider die Natur, oder als pars pro toto der ganzen westlichen Zivilisation – sie galt als der Sündenfall einer neuen Zeit.

Den unglaublichen Geschehnissen an Bord dieses Luxusdampfers und den noch unglaublicheren Legenden, die hierüber verbreitet wurden, nähert sich nun Regisseur Robert Gerloff, der in der Spielzeit 15/ 16 schon der Legende von Dracula auf den Zahn fühlte, mit einer klugen Komödie über Übermut und Untergang.

Video

Bilder

 
 

Termine

Premiere — 27.08.2016

Dauer

150 Minuten

Spielstätte

Kleines HausAnfahrt

Kurzeinführung