DAS STÜCK VON GESTERN

Angeekelt von den Schlächtereien des Weltkrieges 1914 gaben wir uns
den schönen Künsten hin. Während in der Ferne der Donner der Geschütze
rollte, sangen, malten, klebten, dichteten wir aus Leibeskräften.
Wir suchten eine elementare Kunst, die den Menschen vom Wahnsinn
der Zeit heilen und eine neue Ordnung, die das Gleichgewicht zwischen
Himmel und Hölle herstellen sollte.
“ Hans Arp, ‚Als DADA begann

Der erste Weltkrieg, dessen Ende sich 2018 zum 100. Mal jährt, gilt als
„Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Bilder von Schlachtfeldern und
Schützengräben, Toten und Verwundeten haben sich in das kollektive
Gedächtnis der Nationen eingebrannt. Es war ein weltweiter Krieg
mit zahlreichen Schauplätzen — geführt zumeist von sehr jungen Menschen,
oft ohne oder nur mit unzureichender militärischer Ausbildung.
Einige dieser Menschen haben ihre Erfahrungen später schriftlich verarbeitet.
100 Jahre später gucken wir mit Hilfe der Texte zurück. Helfen
sie uns die Gegenwart besser zu verstehen? Angelehnt an DADA — eine
Kunstform, die ebenfalls vor 100 Jahren entstand, entwickeln wir aus
den Gräueln der Vergangenheit eine Kunstsprache der Zukunft und fragen
uns: Was ist dieser Frieden, in dem wir heute leben und wie lässt
sich für diesen kämpfen?

Termin Di 17 — 19.30 Uhr
Leitung Sandra Rasch, Amelie Maresté
Premiere 16./17.06.2018

ALS ALLES, WIRKLICH ALLES MÖGLICH ERSCHIEN

Jung sein im Rausch einer besonderen Zeit. Jahre, in denen Gesellschaften
und Systeme aufeinanderprallten und alles, wirklich alles
möglich erschien. Davon erzählen die 1990er Jahre in Ostdeutschland.
Und wer in dieser Zeit 14 Jahre war, beginnt seine Geschichte in der
DDR und endet als junger Erwachsener in einem neuen Deutschland.
Die eigene Identitätsfindung verläuft parallel zur Identitätsbildung einer
ganzen Gesellschaft. Kraftvoll. Stürmisch. Krass. Intensiv – wie auf
einer wilden Achterbahn.
Mit dem Jugendclub blicken wir auf eine stürmische Zeit deutscher Geschichte,
und auf die wohl schönste Zeit im Leben eines Jugendlichen.
Die erste Liebe, der erste Rausch, die Träume und die spannenden Gefahren
des Lebens. Was ist, wenn alles, wirklich alles möglich erscheint?

Termin Do 17 — 19.30 Uhr
Leitung Hanna Puka, Racha Azkoun
Premiere 16./17.06.2018

GLOURIOUS BASTERDS

Die Feder sei mächtiger als das Schwert, sagten sie. Sie ahnten nicht,
dass selbst die Feder einmal Schwert sein muss. Sie ahnten nicht, dass
Fiktion und Realität verschmelzen, sollte es notwendig sein. Und keiner
von ihnen hätte jemals daran geglaubt, dass die mächtigsten Protagonisten
der Hochkultur aus ihren Seiten steigen, um die Geschichte wieder in geregelte Bahnen zu lenken.
Und es war dieser Tag, dieser eine schicksalshafte Tag, an dem sich ein
Mädchen, das sich die Welt macht, wie es ihr gefällt, ein Ritter, der gegen
Windmühlen kämpft, der Vater einer Lübecker Kaufmannsfamilie,
eine dem Unglück verfallene liebende Frau und ein Bär, der es nicht
nur mit Gemütlichkeit nimmt, vereinen müssen um den diabolischsten
Superschurken aller Zeiten zu besiegen… in unserer Welt.
Sie sind nicht irgendwer. Sie sind die glorreichen Bastarde.

Termin Fr 18 — 20.30 Uhr
Leitung Mareike Schulz, Thomas Renner
Premiere 16./17.06.2018

DAS ERSTE MAL

Es gibt für viele Sachen im Leben ein erstes Mal. Zum ersten Mal woanders
übernachten, zum ersten Mal allein zuhause, zum ersten Mal
küssen, und dann „Das erste Mal“.
Ein Ereignis im Leben, an das man sich gerne oder überhaupt nicht
gerne erinnert.
Wir möchten uns in diesem Club den Themen, wie Liebe und Sex, One-
Night-Stand, Hetero- und Homosexualität, Missverständnisse, Pannen,
sowie Hemmungen und Ängste das „erste Mal“ betreffend, widmen!

Termin Fr 15.30 — 18 Uhr
Leitung Klaas Schramm, Xenia Strauss
Premiere 16./17.06.2018

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