Über Theater lernt man am meisten, wenn man es macht — und wenn man es macht, lernt man auch auf anderen Gebieten.

Auch in dieser Spielzeit werden Schülerinnen und Schüler aus zwei verschiedenen Schulformen mit zwei Theaterpädagoginnen ein Stück entwickeln. Ziel dieser Zusammenarbeit ist, den Austausch zwischen demTheater und den Schulen weiter zu öffnen, indem man sich in der gemeinsamen Arbeit gegenseitig wahrnimmt, voneinander lernt und sich gegenseitig inspiriert. Gleichzeitig wollen wir erforschen wie durch dieAuseinandersetzung mit Theater Beiträge zur Neubestimmung von Lernvorgängen entstehen können. Im Rahmen der Reihe „Schule. Spiel. Theater“ steht diesjährig Lessings Klassiker ‚Nathan der Weise‘ im Fokusder theatralen Auseinandersetzung!

PROJEKT 1: WER UMARMT DENN DA WEN?
Premiere: Jugendtheatertage, Juni 2018

Was ist jetzt eigentlich das Problem?
Das Ende. ‚Unter allseitiger Umarmung fällt der Vorhang.‘ Wer umarmt
da wen?



Ausgehend von Lessings Klassiker ‚Nathan der Weise‘ springen wir nach Jerusalem um die Zeit der Kreuzzüge und fragen uns: Wo kommt der Hass her? Was ist Glaube? Ist Toleranz möglich? Ist Lessings Idee heute noch haltbar oder erleben wir ihr Scheitern?
Wir untersuchen das Stück mit seiner Ringparabel vor dem Hintergrund tagespolitischer Realität und zeigen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Weltreligionen. Wir gebärden und sprechen über Gott und die Welt.


Eine Kooperation mit dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte (LBZH)


Leitung Lea Schreiber, Heie Ludewig

PROJEKT 2: ZUSAMMENLEBEN!? — NATHAN-PROJEKT 2
Werkschau: Januar 2018

Nun, wessen Treu und Glauben zieht man denn
Am wenigsten in Zweifel? Doch der Seinen?
Doch deren Blut wir sind? Doch deren, die
Von Kindheit an uns Proben ihrer Liebe
Gegeben?
“ (Aus der Ringparabel, Lessing)


In der Berufseinstiegsklasse treffen junge Erwachsene unterschiedlicher Nationalität, Religionszugehörigkeit und kultureller Herkunft aufeinander. Sie leben in Oldenburg, doch die Wurzeln ihrer Familien liegen
im Irak, Somalia, Syrien, Russland, Lettland, Gambia, Guinea und Deutschland.
Was haben ihnen ihre Eltern und Großeltern vorgelebt, welche Werte haben sie ihnen mitgegeben und was ist den jungen Erwachsenen im 21. Jahrhundert selbst am wichtigsten? Weltoffenheit, Toleranz und
kulturelle Vielfalt? Aber können sie das im alltäglichen Leben auch umsetzen?
Wir erforschen, ergründen und hinterfragen uns selbst und lassen uns dabei von einem Text der Weltliteratur inspirieren. Sind die revolutionären aufklärerischen Gedanken eines Lessings von vor über 200
Jahren noch heute in der Gedankenwelt unserer Gesellschaft verankert und überzeugen uns?

Eine Kooperation mit dem BZTG/Bildungszentrum für Technik und Gestaltung/
Berufseinstiegsklasse Farbtechnik (BEH)

Leitung Hanna Puka, Margit Ostern, Racha Azkoun

 

 

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