Siroe

Johann Adolph Hasse (1699 — 1783)

Opera seria in drei Akten
Libretto von Pietro Metastasio
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Oldenburger Erstaufführung

„Es war großartig! […] Hasse auf dem Gipfel seines Könnens - ein Komponist, der von den Sängern virtuoses Können fordert. Die Oldenburger Inszenierung löst diesen Anspruch auf beeindruckende Weise ein.“ (Radio Bremen 2) 

„Regie, Bühnenbild, Sängerensemble und das im barocken Spiel höchst artifiziell geschulte Staatsorchester glänzen fast drei Stunden mit hohem technischen Niveau, mit katapultartigen Schleudertouren der Stimmen, mit ausgesponnener Gesanglichkeit, mit Spielfreude und geradezu riesigen Gefühlen. (...) Peters-Messer bezieht sinnfällig die aktuelle Politik ein und weist die Zeitlosigkeit ihrer Handlungsmotive nach.” (Nordwest Zeitung)


Siroe hat keine Chance. Ganz egal, wie sehr er sich verteidigt, er scheint nur tiefer in sein Unglück zu rutschen. „Tutti reo mi volete e reo non sono“, muss der Prinz am Ende des ersten Aktes erkennen: „Für alle bin ich schuldig und doch bin ich es nicht.“ Dabei begann alles scheinbar versöhnlich: Aus dem Krieg zurückgekehrt, sucht der regierende Vater Cosroe das Versprechen seiner beiden Söhne, den nächsten Thronfolger ohne Widerworte zu akzeptieren. Doch während der siegesgewisse Medarse, der seinem Bruder zwar an Jahren und Erfahrung unterlegen, in der Gunst des Vaters jedoch immer bevorzugt war, die Forderung unterwürfig akzeptiert, pocht Siroe auf sein Recht als Erstgeborener – und macht sich damit zum Sündenbock aller zukünftigen Geschehnisse. Sei es die Mordintrige der verkleideten Emira, die Verleumdung der zurückgewiesenen Laodice oder seien es die Tricks seines heimtückischen eigenen Bruders: Siroe ist in den Augen des Vaters immer der Schuldige – dem am Ende nur noch der Tod zusteht …


Als Johann Adolph Hasse 1763 seinen 30 Jahre zuvor komponierten ‚Siroe‘ als letztes Werk für den Dresdner Hof überarbeitete, stand er auf dem Höhepunkt seines musikdramaturgischen Denkens. Die hochvirtuosen Arien, die ein wahres Feuerwerk der Koloraturkunst darstellen, sind nun eng an die inneren Konflikte der Protagonisten gebunden. Dabei sticht der Kontrast zwischen der Konzentration der Königsfamilie auf ihre privaten Fehden und der Kriegsvernichtung vor ihrer Tür besonders ins Auge. Auf ihn fokussiert sich deshalb auch die Interpretation des Regisseurs Jakob Peters-Messer, der das Oldenburger Publikum bereits 2015 mit ‚Xerxes‘ begeisterte.

 

Eine Kooperation mit der Nederlandse Reisopera.

Video

Bilder

Besetzung

Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner
Bühne und Kostüme: Markus Meyer
Licht- und Videodesigner: Guido Petzold
Licht: Steff Flächsenhaar
Medarse: Yulia Sokolik
Emira: Hagar Sharvit
Laodice: Sooyeon Lee
Oldenburgisches Staatsorchester
Statisterie des Oldenburgischen Staatstheaters

Termine

Premiere — 02.12.2017

12.12. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 12.12. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
14.12. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 14.12. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
20.12. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 20.12. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
22.12. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 22.12. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
27.12. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 27.12. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
25.03. 18.00 Uhr

Abendbesetzung

am 25.03. 18.00 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
27.03. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 27.03. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
31.03. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 31.03. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
letzte Vorstellung:
05.04. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 05.04. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.

Spielstätte

Großes HausAnfahrt