Sein oder Nichtsein

von Nick Whitby


Noch während der Zweite Weltkrieg in Europa tobt, dreht Ernst Lubitsch im Jahr 1942 den US-amerikanischen Theaterfilmklassiker ,Sein oder Nichtsein‘. Um zu verhindern, dass eine Liste mit den Namen des polnischen Untergrunds in die Hände der Nazis fällt, versucht eine Gruppe von Schauspielern im besetzten Warschau, die deutschen Besatzer zu überlisten. Ausgerüstet mit den Waffen der Illusionsmaschine Theater – dem Tricksen, Täuschen, Verkleiden und Verstellen – spielt die Truppe jedoch bald buchstäblich um ihr eigenes Leben. Um an die besagte Todesliste zu kommen, muss der erste Protagonist des Hauses, Josef Tura, auf einmal im echten Leben sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellen. Erst in der Rolle des Gestapo-Gruppenführers Erhardt und – als dieser überraschend wirklich im Theater auftaucht – in der des deutschen Doppelagenten Siletzky. Unglücklicherweise ist Turas Schauspieler-Ego allerdings seit einiger Zeit empfindlich getroffen. Denn jedes Mal, wenn Tura mit den berühmten Worten „Sein oder Nichtsein …“ zum großen Hamlet-Monolog ansetzen will, verlässt ein junger polnischer Fliegerleutnant, scheinbar wie auf Stichwort und gut sichtbar für die übrigen Zuschauer, die Vorstellung in Richtung Damen-Garderobe. Als Tura sich dann auch noch plötzlich inmitten der Gestapo mit falscher Identität und angeklebtem Bart der echten Leiche des Doppelagenten Siletzky gegenüber sieht und sich obendrein noch der Führer zu einem Spontan-Besuch in Warschau ankündigen lässt, kann nur noch ein spektakuläres Spiel auf Leben und Tod die Schauspieltruppe retten. Regisseur Klaus Schumacher wurde für seine Arbeit als künstlerischer Leiter und Regisseur des Moks-Theaters in Bremen (2000-04) und des Jungen Schauspielhauses in Hamburg (seit 2005), wo er auch regelmäßig auf der großen Bühne inszeniert, u.a. mit dem Kurt-Hübner-Preis, dem Rolf-Mares-Preis und dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet

Besetzung

Kostüme: Karen Simon
Licht: Sofie Thyssen
Dramaturgie: Daphne Ebner
Josef Tura: Jens Ochlast
Maria Tura: Franziska Werner
Stanislaw Sobinsky: Rajko Geith
Dowasz: Klaas Schramm
Rowicz/ Professor Silewski: Thomas Birklein
Grünberg/ Gruppenführer Erhardt: Ksch. Thomas Lichtenstein
Walowski/ Sturmführer Fleischer: Johannes Schumacher

Termine

Premiere — 18.02.2017

18.02. 19.30 Uhr
22.02. 19.30 Uhr
24.02. 19.30 Uhr
26.02. 19.30 Uhr
28.03. 19.30 Uhr
04.04. 19.30 Uhr
09.04. 15.00 Uhr
16.04. 18.00 Uhr
21.05. 18.00 Uhr
25.05. 18.00 Uhr
28.05. 18.00 Uhr
08.06. 19.30 Uhr
13.06. 19.30 Uhr
23.06. 19.30 Uhr

Spielstätte

Großes HausAnfahrt