Kammerkonzerte

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16.09.2018

1. KAMMERKONZERT

MIT FÜNF SPIEL SECHS

Giovanni Bottesini (1821—1889): Gran Quintetto c-Moll op. 99
Alexander Borodin (1833—1887): Streichquartett Nr. 2 D-Dur
York Bowen (1884—1961): Quintett für Horn und Streichquartett c-Moll op. 85

Kleines Haus

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Ob als Orchesterwerk, Musical- oder Filmmusik: Vielfach wurde das Hauptthema des Notturnos aus Alexander Borodins 2. Streichquartett aus dem Jahre 1881 zitiert oder bearbeitet. In Russland war Borodin, der hauptberuflich als Mediziner und Chemiker arbeitete und aufgrund seiner Begeisterung für die Kammermusik eigens Cello lernte, auf dem Gebiet der Streichquartett-Musik ein Pionier. Im Gegensatz zu seinem deutlich an Beethoven erinnernden ersten Streichquartett gibt er hier nun russischer Melodik den Vorzug. Anders als von einem weitgereisten und weltweit gefeierten Kontrabassvirtuosen erwartet, nimmt dieses tiefe Streichinstrumentin Giovanni Bottesinis Gran Quintetto keine virtuose Solorolle ein.Stattdessen überlässt der Komponist in diesem Werk, das italienische Kammermusiktradition eines Tartini, Pugnani oder Boccherini mit dem Belcanto der Oper verbindet, vor allem der ersten Violine den Solopart. Die Werke des englischen Musikers und Komponisten York Bowen, der als „englischer Rachmaninow“ in die Musikgeschichte einging, knüpfen hingegen in ihrer musikalischen Sprache am großen romantischen Ton von Chopin, Grieg,Tschaikowsky und in besonderem Maße Rachmaninow an.

Joaquim Palet
— Horn

Cordula Ramke
— Violine

Rüdiger Kuntz
— Violine

Petia Rousseva
— Viola

Norbert Körner
— Violoncello

Ralf Santo
— Kontrabass

09.12.2018

2. KAMMERKONZERT

Weihnachtssalon

Kleines Haus

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Let it snow, Rudolph!“ – Nach dem großen Erfolg des Swing-Programms im letzten Jahr entführt Sie das Salonorchester des Oldenburgischen Staatstheaters in diesem Jahr ins „Winter-Wonderland“, lädt Sie zu einem „Sleigh Ride“ ein und rollt schon einmal die Bälle für eine zünftige Schneeballschlacht. Für weihnachtliche Stimmung sorgt neben der Musik auf bewährte Art Conférencier Marne Ahrens. Und als Stargast dürfen wir auch in diesem Jahr wieder KS Paul Brady begrüßen. Wenn der Weihnachtsbaum uns lacht, wird die Vorweihnachtszeit mit Muh und Tätärätätä salonistisch zelebriert!

KS Paul Brady

— Bariton

Marne Ahrens

— Conférencier

Salonorchester des Oldenburgischen

Staatstheaters:

Stephania Lixfeld

— Flöte

Frank Goralczyk

— Violine

Nikolas Sahler

— Viola

André Saad

— Violoncello

Jochen Zillessen

— Kontrabass

Carlos Vázquez

— Klavier

Christian Schoenefeldt

— Schlagzeug

27.01.2019

3. KAMMERKONZERT

GEDANKENSPIELE AUS OSTEUROPA

Peter Tschaikowsky (1840—1893): Streichquartett B-Dur

Krzysztof Penderecki (*1933): Streichquartett Nr. 3 ‚Blätter eines nicht geschriebenen Tagebuchs‘ Streichquartett ‚Der unterbrochene Gedanke‘

Peter Tschaikowsky (1840—1893): Streichquartett Nr. 3 es-Moll op. 30

Kleines Haus

Anfahrt

Mit Werken von Peter Tschaikowsky und Krzysztof Penderecki ermöglicht das Ventapane Quartett im dritten Kammerkonzert einen Einblick in die Musikgeschichte Osteuropas vom 19.bis ins 21. Jahrhundert. Tschaikowsky verschmilzt in seinen Kompositionen westliche Musiktradition mit russischen Einflüssen zu einer individuellen Ausdruckskraft. Besonders im 3. Satz seines dritten Streichquartetts, dem Andante funebre e doloroso, kommt dieser ganz eigene Ton in einer Intensität und Größe zum Ausdruck, wie sie erst wieder im Finale seiner 6. Sinfonie hörbar ist. Bereits 1876 bei der Uraufführung des Quartetts war das Publikum so von dem Stück begeistert, dass es zweimal wiederholt werden musste. Demgegenüber zeigt das einsätzige Streichquartett B-Dur Tschaikowskys erste Auseinandersetzung mit der Gattung. Pendereckis Quartettsatz aus dem Jahr 1988 hingegen ist – nach seinen ersten beiden Quartettkompositionen – die Reflexion seines kompositorischen Reifeprozesses in nur 36 Takten. 20 Jahre später und 40 Jahre nach seinem zweiten großen Streichquartett vollendete er 2008 das Quartett Nr. 3 – mit dem musikalischen Zitat einer Zigeunerweise, die ihm sein Vater auf der Geige vorgespielt hatte: als eine Art Blick in die eigene künstlerische und biografische Vergangenheit.

Ventapane Quartett:

Lev Gelbard

— Violine

Birgit Rabbels

— Violine

Christoph Rabbels

— Viola

André Saad

— Violoncello

24.03.2019

4. KAMMERKONZERT

MOSAIK

Marco Nola (*1971): Sextett für Flöte, Oboe/Englischhorn, zwei Bratschen, Kontrabass und Schlagzeug (UA)

Gustav Holst (1874—1934): Terzetto für Flöte, Oboe und Viola

Gordon Jacob (1895—1984): Sonatina für zwei Violen

Erwin Schulhoff (1894—1942): Concertino für Flöte, Viola und Kontrabass

Ernst Krenek (1900—1991): Sonatine für Flöte und Viola, op. 92/2a

Geoff Sheil: ‚Worlds‘ für Oboe, Viola und Tape

Kleines Haus

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Ein facettenreiches Mosaik aus Werken des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert das vierte Kammerkonzert der Saison. Den Ausgangspunkt bildet die Uraufführung eines Sextetts für Flöte, Oboe/Englischhorn, zwei Bratschen, Kontrabass und Schlagzeug des Bremer Komponisten Marco Nola, dessen höchst atmosphärische Musiksprache bereits in früheren Kammerkonzerten begeisterte. Im Weiteren begegnen sich die Instrumente in unterschiedlichsten Klangkombinationen. In freier Weise spielen die Komponisten dabei mit den musikalischen Errungenschaften ihrer Zeit: In teils impressionistisch schwebenden,teils rhythmisch akzentuierten Klängen experimentiert Gustav Holst in seinem ‚Terzetto‘ (1925) mit einer polytonalen Schreibweise, Erwin Schulhoff lädt im selben Jahr sein weitgehend tänzerisch geprägtes ‚Concertino‘ durch ein raffiniertes Spiel mit unterschiedlichen Taktarten energetisch auf und Ernst Kreneks ‚Sonatine‘reflektiert 1942 die bereits Jahrzehnte zuvor entstandene Zwölftontechnik in höchst individueller Weise. 1973 entwickelt Gordon Jacobs seine‚Sonatine für zwei Violen‘ aus dem reizvollen Gegenüber zweier gleicher Instrumente,während Geoff Sheil in ‚Worlds‘ durch die Einbeziehung von Elektronik nahezu sphärische Klänge erzeugt.

Andreas Mäder

— Flöte

Jan Bergström

— Oboe/Englischhorn

Jessica Syfuss

— Viola

Imke Albert

— Viola

Regina Cunz

— Kontrabass

Christian Höpfner

— Schlagzeug

05.05.2019

5. KAMMERKONZERT

DIE GESCHICHTE VON SOLDATEN 

Liisa Hirsch (*1984): Auftragswerk (UA)

Igor Strawinsky (1882—1971): ‚Die Geschichte vom Soldaten‘

Kleines Haus

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Auf dem Rückmarsch aus dem Krieg trifft ein Soldat den Teufel und lässt sich auf einen folgenschweren Handel ein: Im Tausch gegen seine Geige erhält er ein Zauberbuch, das ihm zu ungeahntem Reichtum verhilft. Doch das Glück hält nicht an: Der Soldat vereinsamt zusehends. Obwohl er zwischenzeitlich dem Teufel seine Geige noch einmal abtrotzen und mit deren Spiel die kranke Prinzessin heilen und für sich gewinnen kann, vermager sich dem Bann des Bösen letztendlich nicht zu entziehen …In den Krisenzeiten des Ersten Weltkriegs, erschafft Igor Strawinsky 1917 mitsieben Instrumenten, drei Schauspielern und einer Tänzerin bzw. einem Erzähler,der in alle Rollen schlüpft, ein Drama en miniature, das sich in kraftvollen musikalischen Bildern entfaltet: So begleiten markante Marschmotive den Weg des Soldaten, symbolisieren zeitgenössische Modetänze wie Tango und Ragtime die wiedererwachte Lebensfreude der Prinzessin und werden wild orgiastische Rhythmen und Klänge zum Abbild der alles zerstörenden Kraft des Teufels. Als zweites Werk des Konzertes wird ein Septett der estnischen Komponistin Liisa Hirsch zur Uraufführung kommen, das Strawinskys Besetzung aufnimmt und als Auftragskomposition für das Oldenburgische Staatstheater entstanden ist.

Antonia Lorenz

— Klarinette

Jens Pfaff

— Fagott

Matthias Elsaeßer

— Trompete

Detlev Reimers

— Posaune

Claudia Schmid-Heise

— Violine

Jochen Zillessen

— Kontrabass

Andreas Heuwagen

— Schlagzeug

N. N.

— Erzähler

 

 

26.05.2019

6. KAMMERKONZERT

KAMMERMUSIK AUF HISTORISCHEN INSTRUMENTEN

Joseph Haydn (1732—1809): Trio für Klavier, Flöte und Violoncello D-Dur Hob.XV:16

Johann Nepomuk Hummel (1778—1837): Sonate für Flöte und Klavier Nr. 2 G-Dur op. 2

Johann Christoph Friedrich Bach (1732—1795): Sonata für Cembalo oder Pianoforte und Violoncello obligato A-Dur (rekonstruiert von Stefan Fuchs)

Franz Xaver Mozart (1791—1844): Rondo e-Moll für Flöte und Klavier

Joseph Haydn (1732—1809): Trio für Klavier, Flöte und Violoncello G-Dur Hob. XV:15

Kleines Haus

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Nach zwei Kammerkonzerten, die sich der Musik des 20. Jahrhunderts und der zeitgenössischen Moderne widmen, beschwört das letzte Kammerkonzert der Saison auf historischen Instrumenten die Klangwelt der Klassik herauf. Auf dem Programm: zwei Trios des Großmeisters der klassischen Kammermusik, Joseph Haydn,eine Flötensonate des herausragenden Klaviervirtuosen Johann Nepomuk Hummel sowie Duos zweier Künstler, die Zeit ihres Lebens gegen die Übermacht ihrer genialen Väter zu kämpfen hatten: Johann Christoph Friedrich Bach und Franz Xaver Mozart. Haydns Trios bilden insofern eine Rarität im Werk des Komponisten, als dieser hier –wohl im Blick auf das Londoner Publikum,das dieses Instrument sehr schätzte – wiein nur wenigen seiner übrigen Werke derFlöte eine zentrale Rolle zuweist. Die beiden Flöten-Duos des Konzertes markieren gewissermaßen Blütezeit und Ende der Epoche der Klassik: Während Hummels Jugendwerk ganz aus dem Geist seines Lehrers Mozart zu leben scheint, wagt Mozarts Sohn Franz Xaver bereits einen Blick in die aufkeimende Romantik. In ihrer neuen kritischen Ausgabe gänzlich von romantischen Fehlüberlieferungen befreit, ergänzt Johann Christoph Friedrich Bachs Cello-Sonate diese Werke mit ihrem feinen musikalischen Humor.

Claudia Schmid-Heise, Uta Herfurth
— Violine
Kari Träder
— Viola
André Saad
— Violoncello
Jochen Zillessen
— Kontrabass