Rigoletto

Giuseppe Verdi (1813 — 1901)

Melodramma in drei Akten
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel ‚Le roi s’amuse‘ von Victor Hugo
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Dem Herzog von Mantua eilt kein guter Ruf voraus. Er ist ein Lebemann ersten Ranges, dessen Weg eine Unzahl gebrochener Frauenherzen pflastert. Rigoletto kennt seinen Herrn und spielt mit: Als Hofnarr des Herzogs begegnet er den brüskierten Ehemännern mit beißendem Spott, privat aber versucht er das Liebste, das er besitzt, seine Tochter Gilda, vor dem gefährlichen Verführer zu schützen. Erfolglos, wie sich bald herausstellt, denn obwohl Rigoletto das junge Mädchen vor der Welt zu verstecken sucht, sind sich Gilda und der Herzog längst begegnet. Dass das galante Werben des versierten Verführers dabei seine Wirkung nicht verfehlt hat, ist klar. Von der ersten Liebe überwältigt, opfert sich Gilda letztendlich für einen Mann, für den sie in Wahrheit keinerlei Bedeutung hatte. Rigoletto steht dem Geschehen völlig machtlos gegenüber. Er muss den Tod seiner Tochter mitansehen, den er in gewisser Weise mitverschuldet hat, und verliert mit ihr den einzigen Menschen, der ihn nicht als Ausgegrenzten sieht und ihm wahre Gefühle entgegenbringt.


Wenngleich Verdi sich im Falle von Victor Hugos Drama ‚Le roi s’amuse‘ für einen Stoff entscheidet, der wegen der kritischen Darstellung des Adels in Frankreich die Zensur auf den Plan gerufen hatte, ist es in diesem Falle wohl nicht primär der politische Aspekt, der den engagierten Komponisten fasziniert. Vielmehr sind es gerade die menschlichen Beziehungen fernab jeder Öffentlichkeit, auf denen Verdis Augenmerk lastet und die er in ihrer ganzen Tragik in Musik gießt: das ebenso galante wie gefühllose Werben des adeligen Frauenhelden, die aufkeimenden, letztendlich todbringenden Gefühle des jungen Mädchens und das tragische Scheitern des ewig ausgegrenzten Narren und liebenden Vaters.

Besetzung

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro
Regie und Kostüme: Hinrich Horstkotte
Chorleitung: Thomas Bönisch
Bühne: Siegfried E. Mayer
Licht: Ernst Engel
Dramaturgie: Annabelle Köhler
Der Herzog von Mantua: Jason Kim
Rigoletto: Daniel Moon/ Kihun Yoon
Graf von Monterone: Leonardo Lee
Graf von Ceprano: Henry Kiichli
Marullo: Stephen Foster
Sparafucile: Ill-Hoon Choung
Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester

Termine

Premiere — 10.02.2018

10.02. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 10.02. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
18.02. 18.00 Uhr

Abendbesetzung

am 18.02. 18.00 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
10.03. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 10.03. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
28.03. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 28.03. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
01.04. 18.00 Uhr

Abendbesetzung

am 01.04. 18.00 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
20.04. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 20.04. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
28.04. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 28.04. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.
17.05. 19.30 Uhr

Abendbesetzung

am 17.05. 19.30 Uhr

...wird noch bekannt gegeben.

Spielstätte

Großes HausAnfahrt