COMPAGNIE HERVÉ KOUBI — Algerien

Ce QUE LE JOUR DOIT À LA NUIT 
(Die Schuld des Tages an die Nacht)

Choreografie: Hervé Koubi 
Musik: Maxime Bodson, Hami El Din — Kronos Quartett, Johann Sebastian Bach, Soufi
mit 12 Tänzern


Der französische Choreograf Hervé Koubi, seiner eigenen algerischen Wurzeln aus familiären Gründen erst seit Kurzem bewusst, castet in Algier 12 Straßentänzer und Hip Hopper, von denen zuvor noch keiner auf einer Bühne gestanden hat, und erarbeitet mit ihnen ein Stück Tanztheater, das nunmehr mit riesigem Erfolg durch die Welt tourt. Die eklektische Bewegungssprache aus Streetdance, Soufi und Hip Hop bildet das Fundament für eine Choreografie, die zwischen aufregender Virtuosität und spiritueller Sammlung oszilliert. Sound, Licht, Stoffe und athletische Körper zaubern eine ästhetische Erfahrung, in der die Seele Nordafrikas glüht. 
Hervé Koubi blickt wie das Kind in der Erzählung als Außenstehender auf Algerien, das Land seiner Väter. Fasziniert von der orientalischen Kultur, bedient er sich ihrer Kunst und Formensprache. „Es ist, als käme ein Orientalist aus dem 19. Jahrhundert nach Algerien, um seine Vision vom Orient zu leben. Ich würde gerne meine Träume als französisches Kind verwirklichen, das nachträglich seine wahre Herkunft und die seiner in Algerien geborenen Eltern entdeckt.“ (Hervé Koubi). 
Hervé Koubi verwebt seine eigene Geschichte mit der der Hauptfigur des titelgebenden Romans (Deutsch: Die Schuld des Tages an die Nacht) von Yasmina Khadra zu einem Tanzstück. Die Verfilmung des Romans lief bereits in den Kinos. 

„Es war eine faszinierend flüssige Kraft in ihren tiefen Flügen und ihrem langsamen Taumeln, und das Pfeifen wich staunenden Seufzern, während ein Mann nach dem anderen den Rücken seiner Kollegen hinaufrannte, um rückwärts zu springen und zu fallen oder erschreckend hoch in die Luft zu fliegen.“ New York Times, 04.10.2015

Video

Bilder

 
 

Termine

09.05. 19.30 Uhr
10.05. 19.30 Uhr

Dauer

60 Minuten

Ort und Preise

Großes Haus

Eintritt 10-40 Euro